Reichsgau Tirol-Vorarlberg

Verwaltungseinheit des Deutschen Reichs nach dem "Anschluss" Österreichs
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Der Gau Tirol-Vorarlberg war ein Reichsgau in Österreich zur Zeit des Nationalsozialismus. Er wurde im April 1939, kurz nach dem „Anschluss“ Österreichs an das NS-Deutschland gebildet. Der Reichsgau existierte nach dem Ostmarkgesetz von 1939 bis 1945. Von 1939 bis 1942 wurden die sieben Reichsgaue im ehemaligen Österreich als Ostmark, ab 1942 als Alpen- und Donau-Reichsgaue bezeichnet, um jeglichen Bezug zum früheren Österreich zu beseitigen. Er bestand aus 10 Kreisen, 335 Ortsgruppen, 813 Zellen und 4.821 Blocks (Stand 1940), die Hauptstadt war Innsbruck.

Reichsgaue und Generalgouvernement 1944

Zum Gauleiter der NSDAP in Tirol wurde 1932 der Innsbrucker Franz Hofer bestimmt und blieb dies auch in der illegalen Phase nach dem Parteiverbot 1933, bis ihn Edmund Christoph 1935 ablöste. Unter ihm übernahmen die Nationalsozialisten die Macht am 13. März 1938, doch galt er als zu durchsetzungsschwach.[1] Am 24. Mai 1938 wurde Hofer wieder Gauleiter im NSDAP-Parteigau Tirol-Vorarlberg, der seinen Sitz im Neuen Landhaus hatte und der NSDAP-Reichsleitung in München (nicht in Wien) unterstellt war. Staatlicher Regierungspräsident anstelle des Landeshauptmanns war Hans-Reinhard Koch. Am 1. September 1940 Hofer wurde zusätzlich zum Reichsstatthalter von Tirol-Vorarlberg ernannt und blieb dies bis 1945. Stellvertretender Gauleiter war 1938 noch Edmund Christoph, von März 1939 bis 1945 Herbert Parson.

Der Reichsgau Tirol-Vorarlberg bestand aus den Gebieten, die heute als Nordtirol und Vorarlberg bezeichnet werden.[2] Er wurde unterteilt in Kreise mit Kreisleitung und Kreisleitern.

In Vorarlberg gab es folgende Kreise:

Ostmark 1941: Reichsgaue, Land- und Stadtkreise

Literatur

Einzelbelege

  1. Territorien im Reich
  2. Deutsche Verwaltungsgeschichte mit den Kreisen