„Pfäffikersee“ – Versionsunterschied

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
[gesichtete Version][gesichtete Version]
Inhalt gelöscht Inhalt hinzugefügt
Luckas-bot (Diskussion | Beiträge)
K r2.7.1) (Bot: Ergänze: nn:Pfäffikersee
Zeile 49: Zeile 49:
Bei länger anhaltender, sehr kalter Witterung kann der Pfäffikersee im Winter zufrieren. Dazu braucht es im Mittel eine [[Kältesumme]] von 120 Grad (im Vergleich: für den Zürichsee sind 320, für den Bodensee 370 Grad notwendig). Für die offizielle Freigabe der Eisfläche ist eine Eisdicke von 12 Zentimetern erforderlich.
Bei länger anhaltender, sehr kalter Witterung kann der Pfäffikersee im Winter zufrieren. Dazu braucht es im Mittel eine [[Kältesumme]] von 120 Grad (im Vergleich: für den Zürichsee sind 320, für den Bodensee 370 Grad notwendig). Für die offizielle Freigabe der Eisfläche ist eine Eisdicke von 12 Zentimetern erforderlich.


Letztmals freigegeben wurde das Eis vom 26. Januar bis zum 8. Februar und vom 10. bis zum 14. Februar 2006. Die gefrorene Seefläche wurde von Zehntausenden von Menschen aus der näheren und ferneren Umgebung begangen und zum Eislaufen genutzt. Die vorletzte [[Seegfrörni]] war im Jahr 2002.
Letztmals freigegeben wurde das Eis am 11. Februar 2012. Davor im Jahr 2006 vom 26. Januar bis zum 8. Februar und vom 10. bis zum 14. Februar. Die gefrorene Seefläche wurde von Zehntausenden von Menschen aus der näheren und ferneren Umgebung begangen und zum Eislaufen genutzt. Das erste Mal in diesem Jahrhundert war der See im Winter des Jahres 2002 begehbar.


== Naturschutzgebiet ==
== Naturschutzgebiet ==

Version vom 11. Februar 2012, 17:03 Uhr

Pfäffikersee
Blick von Pfäffikon-Rutschberg über den See nach Auslikon und Wetzikon
Geographische Lage Kanton Zürich
Zuflüsse Chämtnerbach
Abfluss Ustermer Aa
Orte am Ufer Pfäffikon ZH
Daten
Koordinaten 701346 / 245463Koordinaten: 47° 21′ 8″ N, 8° 46′ 48″ O; CH1903: 701346 / 245463
Pfäffikersee (Kanton Zürich)
Pfäffikersee (Kanton Zürich)
Höhe über Meeresspiegel 537 m ü. M.
Fläche 3,3 km²
Maximale Tiefe 36 m
Vorlage:Infobox See/Wartung/NACHWEIS-FLÄCHEVorlage:Infobox See/Wartung/NACHWEIS-MAX-TIEFEVorlage:Infobox See/Wartung/BILD-BREITEVorlage:Infobox See/Wartung/SEELAENGE
Vorlage:Infobox See/Wartung/Seebreite

Der Pfäffikersee ist ein 3,3 km² grosser See im Zürcher Oberland, Schweiz, mit einem Einzugsgebiet von 40 km².

Topographie

Der Pfäffikersee liegt in einer Talniederung am Westrand des Hügelgebietes im Zürcher Oberland. Der See erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung zwischen Pfäffikon ZH und Wetzikon mit einer Länge von 2,5 und einer mittleren Breite von 1,3 Kilometern. Der mittlere Seespiegel liegt auf 537 m ü. M.; der tiefste Punkt des Seebodens erreicht 501 m ü. M., was einer maximalen Tiefe von 36 Metern entspricht; die mittlere Seetiefe beträgt 18,5 Meter. Die Distanz des ZAW Wanderweges um den Pfäffikersee misst neun Kilometer.[1]

Chämtnerbach kurz vor seiner Mündung in den Pfäffikersee

Einziger nennenswerter Zufluss ist der Kemptnerbach (im Dialekt auch Chämtnerbach genannt), der im westlichen Tössbergland zwischen Bäretswil und Fischenthal unterhalb des Allmen entspringt und nach rund 9,5 km Lauf aus Südosten in den Pfäffikersee mündet. Die Ustermer Aa verlässt den See wieder nach Süden und fliesst zum Greifensee. Das Seeufer ist auf allen Seiten ausser im Westen sehr flach.

Seeanteil haben das namengebende Pfäffikon, dessen alter Ortskern nahe dem Nordufer liegt, das Bauerndorf Seegräben im Südwesten sowie die Stadt Wetzikon im Süden. Das Gebiet um den Pfäffikersee war bereits in der Jungsteinzeit besiedelt, wie zahlreiche Funde von ur- und frühgeschichtlichen Siedlungsresten (Pfahlbauten) bewiesen. Nahe beim Ostufer des Sees befinden sich die Ruinen des römischen Kastells Irgenhausen.

Entstehung

Der Pfäffikersee entstand im Laufe der letzten Eiszeit, als der Linthgletscher im Molasseuntergrund eine übertiefte Wanne zurückliess, die sich nach Rückzug des Eises mit Wasser füllte. Durch eine Endmoräne am Nordwest- und Nordufer wird der See gestaut, so dass sein Abfluss nicht nach Nordwesten in Richtung Winterthur erfolgen kann. Mit der Zeit schritt die Verlandung voran. Es bildete sich fast rund um den See ein Schilf- und Sumpfgürtel, der im Süden im Robenhuser Riet eine Breite von etwa einem Kilometer erreicht. Von Anfang des 18. Jahrhunderts bis etwa 1950 wurde hier Torf gestochen.

Überdüngung

Der Pfäffikersee leidet an einer starken Überdüngung durch Pflanzennährstoffe. Bereits in den 1950er-Jahren wurde auf Privatinitiative des Seilbahningenieurs Gerhard Müller eine von ihm konstruierte, interne Belüftungsanlage mit einer an Bojen aufgehängten Röhre installiert.[2] Heute wird die Sauerstoffzirkulation mittels Pressluft angeregt.

Seegfrörni

Seegfrörni 2006
Pfäffikersee vom Bachtel aus gesehen

Bei länger anhaltender, sehr kalter Witterung kann der Pfäffikersee im Winter zufrieren. Dazu braucht es im Mittel eine Kältesumme von 120 Grad (im Vergleich: für den Zürichsee sind 320, für den Bodensee 370 Grad notwendig). Für die offizielle Freigabe der Eisfläche ist eine Eisdicke von 12 Zentimetern erforderlich.

Letztmals freigegeben wurde das Eis am 11. Februar 2012. Davor im Jahr 2006 vom 26. Januar bis zum 8. Februar und vom 10. bis zum 14. Februar. Die gefrorene Seefläche wurde von Zehntausenden von Menschen aus der näheren und ferneren Umgebung begangen und zum Eislaufen genutzt. Das erste Mal in diesem Jahrhundert war der See im Winter des Jahres 2002 begehbar.

Naturschutzgebiet

Der See mit seinem Schilfgürtel ist ein beliebtes Natur- und Erholungsgebiet im Kanton Zürich. Er steht unter Naturschutz und gehört seit 1977 zu den Landschaften von nationaler Bedeutung (Objektnummer 1409).[3] In den geschützten und nicht zugänglichen Rietbereichen findet man eine einzigartige Flora mit typischen Hochmoor- und Flachmoor-Pflanzengesellschaften.

Commons: Pfäffikersee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Marc O. Gloor: Distanz um den Pfäffikersee, Mai 2006
  2. Pro Pfäffikersee: Massnahmen zum Gewässerschutz
  3. Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung, abgerufen am 4. Dezember 2008