Segway Ninebot F2
Egal, ob Ninebot, Xiaomi oder Soflow – günstige E-Scooter mit Straßenzulassung gibt es schon für unter 500 Euro zu kaufen. Wir zeigen die 10 besten günstigen E-Scooter.
E-Scooter gibt es schon lange, aber erst seit Mitte 2019 dürfen zugelassene Modelle legal auf deutschen Straßen fahren. Mittlerweile sind die E-Scooter auch im Einstiegs- und Mittelklassesegment brauchbar. Sie sind ausreichend wertig gebaut, bieten einen Motor, der auch schwerere Personen problemlos auf Höchstgeschwindigkeit bringt, zuverlässige Bremsen und Akkus für 20 Kilometer – in einigen Fällen sogar über 30 Kilometer echter Reichweite. Auch Premium-Features wie Blinker, gute Federung oder App-Anbindung gibt es im Einstiegssegment immer mehr. In dieser Bestenliste zeigen wir die besten Modelle mit Straßenzulassung, die zum Zeitpunkt der Artikelerstellung unter 500 Euro kosten.
Wer unabhängig vom Preis den besten E-Scooter will, dem empfehlen wir ein Blick in unsere Top 10: Die besten E-Scooter von Ninebot bis Xiaomi im Test. Echte Langläufer sammeln wir in unserer Bestenliste Top 10: E-Scooter mit dem größten Akku.
Der Ninebot Segway F2 punktet mit starkem Motor, guten Bremsen, einer beeindruckenden Verarbeitung und hellem Blinker. Dabei ist er mit unter 500 Euro noch richtig günstig. Wir machen den Test.
Der Ninebot Segway F2 kostet im Regelfall unter 500 Euro. Für diesen Preis bietet er mehr als die meisten anderen E-Scooter. Ein Highlight ist der helle und deutlich sichtbare Blinker. Und auch der Motor schafft es, uns innerhalb kürzester Zeit auf die maximal erlaubte Geschwindigkeit zu beschleunigen. Dass er nominell etwas weniger stark ist, als der Motor im F2 Pro, fällt beim Fahren nicht auf. Beeindruckt sind wir von den Bremsen, die uns jederzeit flott und zuverlässig zum Stehen bringen. Beim Fahren fällt auf, dass der F2 ein extrem gutes Fahrgefühl mit einer hohen Wendigkeit bietet.
Der Xiaomi Mi 1S kostet nur 400 Euro und gehört zu den beliebtesten E-Scootern. Wir zeigen im Test, warum sich dieser Elektro-Scooter tatsächlich lohnt.
Der Xiaomi Mi 1S gehört zu Recht zu den beliebtesten E-Scootern. Denn für gerade einmal 429 Euro (Galaxus) schnürt Xiaomi ein wirklich verlockendes Gesamtpaket. Uns gefällt besonders die schlichte Optik in Kombination mit der guten Verarbeitung und sehr guten Reparierbarkeit.
Der E-Scooter bietet eine für die meisten Fahrer passende Ergonomie und zeigt sich beim Fahren wendig. Licht, Klingel, Display, Klappmechanismus – alles Punkte, die beim Xiaomi Mi 1S positiv zu bewerten sind. Auch das Bremssystem geht in Ordnung. Weniger gut gefällt uns der doch recht schwache Motor und die maximale Zuladung, die auf 100 Kilogramm beschränkt ist. Auch hätte der Akku etwas mehr Kapazität vertragen.
Der 5th Wheel V30 Pro ist ein günstiger E-Scooter, der dennoch einige Extras wie eine Federung am Hinterrad und einen Blinker mitbringt. Wir haben ihn getestet und zeigen, ob er trotz seines geringen Preises eine gute Figur macht.
Der 5th Wheel V30 Pro überrascht im Test mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Für gut 300 Euro bekommt man einen solide verarbeiteten E-Scooter mit einigen Premium-Features wie Blinker und App-Anbindung. Der Motor ist für die meisten Nutzer ausreichend stark, die Bremsen funktionieren zuverlässig.
Positiv fallen auch das geringe Gewicht und der einfache Klappmechanismus auf. Damit eignet sich der V30 Pro gut für Pendler, die ihren E-Scooter regelmäßig tragen müssen. Die Hinterradfederung arbeitet effektiv, allerdings vermissen wir eine Federung am Vorderrad. Auch der relativ kleine Akku begrenzt den Aktionsradius.
Der 5th Wheel V30 Pro kostet 309 Euro bei Geekmaxi.
Ein wichtiger Faktor für ein möglichst komfortables Fahrvergnügen sind luftgefüllte Reifen. Sie fangen Unebenheiten ab und geben sie nicht ungefiltert an E-Scooter und Fahrer weiter. Zudem greifen sie gerade bei Feuchtigkeit besser. So rutscht der Roller weniger weg und bremst schneller. Ihr Nachteil: Sie müssen bei Druckverlust wieder aufgepumpt werden und sind nicht pannensicher. So kann ein Nagel die Luftkammer verletzen und zu einem Platten führen.
Ihnen gegenüber stehen Vollgummireifen oder Reifen mit festen, teilweise offenen Luftkammern. Hersteller nennen sie Honeycomb-Reifen. Auf ihnen fährt es sich härter als auf Luftreifen. E-Scooter mit Hartgummireifen kommen häufig mit einer Federung, die beim Fahren aber ein schwammiges Gefühl verursachen kann. Wir empfehlen, beim Kauf auf Luftreifen zu achten. In der Vergangenheit gab es diese Luftreifen nur bei E-Scooter jenseits der 500-Euro-Marke. Dies hat sich geändert.
Ein Motor mit 250 Watt Nennleistung reicht üblicherweise, um Personen mit 80 Kilogramm oder weniger vernünftig leichte Steigungen hinaufzufahren. Wer 100 Kilogramm und mehr wiegt, sollte einen Motor mit 350 Watt wählen. Außerdem gilt es hier auf die Herstellerangaben zu achten: Einige E-Scooter erlauben nur eine maximale Zuladung von 100 Kilogramm, die meisten mittlerweile jedoch 120 Kilogramm.
Bezüglich der Bremsen schreibt der deutsche Gesetzgeber zwei unabhängig voneinander funktionierende Systeme vor. Dabei sollten Käufer von Billig-E-Scootern darauf achten, dass nicht eine davon eine Schutzblechbremse am Hinterrad ist, die schlicht mit dem Fuß auf den Reifen gedrückt wird. Etabliert haben sich bei günstigen E-Tretrollern eine Scheibenbremse in Kombination mit einer Motorbremse. Bei der Motorbremse gibt es jedoch gehörige Qualitätsunterschiede. Einige bremsen fein dosierbar, andere deutlich zu abrupt.
Beim Klappmechanismus haben wir in unseren Tests keine wirklichen Ausfälle erlebt. Allerdings kann es vorkommen, dass das Klappscharnier nachjustiert oder geschmiert werden muss. Im Preissegment um die 500 Euro klappen die E-Scooter alle. Allerdings darf man keine besonders kleinen Faltmaße erwarten. So ist es hier nur selten möglich, den Lenker anzulegen.
Hochwertige und zuweilen teure E-Scooter kommen mit sinnvollen Zusatzfunktionen wie einem Blinker. Doch wie so häufig halten derartige Funktionen auch im Einstiegssegment allmählich Einzug. Zudem sind sie seit Mitte 2024 auch endlich im deutschen Straßenverkehr erlaubt. Bestes Beispiel ist der nur 300 Euro (Geekmaxi-Code: 437J4QKA) teure 5th Wheel V30 Pro (Testbericht). Wer einen E-Scooter ohne Blinker hat, kann diesen jedoch relativ einfach und günstig nachrüsten. Mehr dazu in unserer Bestenliste Top 5: Der beste Blinker für E-Scooter zum Nachrüsten.
Für E-Scooter gibt es eine Haftpflicht-Versicherungspflicht, aber auch andere Versicherungen können wichtig sein. Selbst die vorsichtigsten Fahrer können die Gefahr eines Unfalls nie zu 100 Prozent ausschließen. Wir empfehlen deshalb Zusatzversicherungen, um die möglichen negativen Konsequenzen abzumildern.
Bei vielen Versicherungen lohnt sich das Vergleichen wirklich. Denn wer regelmäßig vergleicht, spart gut und gerne mehrere hundert Euro im Jahr. Wo man am meisten spart, zeigen die Tarifrechner von heise online.
Der Akku ist eines der teuersten Bauteile an einem E-Scooter. Deswegen darf man im Einstiegssegment kein Reichweitenwunder erwarten. Trotzdem sollten Käufer darauf achten, dass ihr günstiger E-Scooter mindestens einen 250-Wattstunden-Akku hat. Dieser sollten dann je nach Wetter, Fahrweise, Strecke und Fahrergewicht um die 20 Kilometer schaffen. Wer (viel) mehr will, dem hilft unsere Top 10: E-Scooter mit dem größten Akku weiter.
Der Ninebot Segway F2 punktet mit starkem Motor, guten Bremsen, einer beeindruckenden Verarbeitung und hellem Blinker. Dabei ist er mit unter 500 Euro noch richtig günstig. Wir machen den Test.
Der Ninebot Segway F2 punktet mit starkem Motor, guten Bremsen, einer beeindruckenden Verarbeitung und hellem Blinker. Dabei ist er mit unter 500 Euro noch richtig günstig. Wir machen den Test.
Ninebot Segway ist die beliebteste E-Scooter-Marke Deutschlands – und die beste. In unseren Tests beweisen die Modelle immer wieder, dass sie bezüglich Verarbeitung, Fahrgefühl, Software und Preis-Leistung die Konkurrenz hinter sich lassen. Das spiegelt sich auch in unserer Bestenliste: Die 10 besten E-Scooter wider, für die wir etwa 60 E-Scooter getestet haben. Dort thront auf dem ersten Platz der Ninebot Segway Max G2D (Testbericht), gefolgt vom Segway Ninebot G30D II Max (Testbericht), unserer Nummer 2.
Aktuell nicht in unserer Top 10 und trotzdem richtig gut ist der Ninebot Segway F2 Pro (Testbericht). Er bietet einen starken Motor, gute Bremsen, einen dicken Akku, Blinker, eine beeindruckende Wendigkeit sowie eine gefederte Frontgabel.
In diesem Testbericht muss der Ninebot Segway F2 zeigen, was er kann. Wie der Name bereits richtig vermuten lässt, verbindet ihn mit dem F2 Pro eine enge Verwandtschaft. Wir zeigen, für wen sich der F2 lohnt und wer besser zum F2 Pro, G2D oder G30D II greift.
Der Ninebot Segway F2 gehört zu den E-Scootern, die innerhalb kürzester Zeit aufgebaut sind. Wir benötigen dafür weniger als fünf Minuten. Bevor wir den E-Scooter jedoch Probefahren können, müssen wir ihn registrieren. Wer sich dem verweigert, darf nicht schneller als 15 km/h fahren. Für die Registrierung laden wir die entsprechende App runter und verbinden den Elektroroller über Bluetooth. Nach einem Software-Update kann es losgehen.
Die Verarbeitung hinterlässt einen hochwertigen Eindruck. Hier wackelt nichts und alles wirkt wie aus einem Guss. Das Trittbrett ist gummiert und groß, der Abstand zum Boden hoch genug, dass auch Bordsteine kein Problem darstellen. Er erlaubt eine maximale Zuladung von 120 kg. Auch das Kabelmanagement gefällt. Der Ninebot Segway F2 ist überwiegend schwarz, unterbrochen nur von Reflektoren, Aufklebern und einem Logo in der Farbe Orange.
Der Sicherungshebel für den Klappmechanismus kann nach etwas Übung mit einer Hand umgelegt werden. Zusammengeklappt rastet eine Öse sicher am Haken des hinteren Schutzbleches ein. So kann der Ninebot Segway F2 problemlos an der Lenkstange hochgehoben werden. Allerdings geht das Tragen schnell an die Substanz, denn der Ninebot Segway F2 wiegt stolze 17,5 kg.
Mittig am Lenker sitzt ein Display, darunter der einzige Knopf. Das Display zeigt unter anderem die Geschwindigkeit, die Restkapazität des Akkus in fünf Balken und die gewählte Unterstützungsstufe an. Leider ist es nicht besonders hell und spiegelt in heller Umgebung sowie direkter Sonneneinstrahlung stark.
An den Enden der angenehm großen und gummierten Griffe sitzt der sehr helle Blinker, den der Fahrer mit dem linken Daumen aktiviert, ohne die Hand vom Lenker nehmen zu müssen. Auf Wunsch gibt es dazu für den Fahrer ein akustisches Signal, welches ihn daran erinnern soll, den Blinker wieder auszuschalten. Von selbst macht er dies nicht. Auf der rechten Seite des Lenkers sitzt der angenehme und gut dosierbare Daumengriff für die Motorsteuerung.
Die App zeigt die insgesamt gefahrenen Kilometer, die Restkapazität des Akkus in Prozent und die Restreichweite. Außerdem ist es über das GPS des Smartphones möglich, den Streckenverlauf grafisch auf einer Karte darzustellen. Zudem erlaubt die App, die Stärke der Energierückgewinnung zu definieren, ein Ladelimit zu bestimmen oder eine Verriegelungsfunktion zu aktivieren. Der vierstellige Code zum Entsperren kann über Blinkertasten und Bremshebel eingegeben werden.
Versucht jemand, ohne Eingabe des richtigen Codes den elektrischen Roller wegzuschieben, aktivieren sich der Blinker sowie die Motorbremse und der F2 fängt an, leise zu piepsen. Legt ein Dieb die Hand auf das Display, ist bei urbanen Umgebungsgeräuschen das Piepen kaum noch zu hören. Ohnehin hält sich der tatsächliche Diebstahlschutz in Grenzen. Denn zusammenklappen und wegtragen geht auch mit aktivierter Verriegelung. Wir empfehlen deswegen den F2 mit einem Schloss zu sichern. Mehr dazu in unserem Ratgeber Diebstahlschutz für Fahrrad, E-Bike & E-Scooter: Alarm, GPS-Tracker & Schlösser.
Der Motor am Hinterrad hat eine Nennleistung von 400 W und eine maximale Leistung von 800 Watt. Damit ist er etwas schwächer als der Motor im Ninebot Segway F2 Pro (Testbericht). In der Praxis merkt man das kaum. So beschleunigt uns der F2 schneller unseren Testhügel hinauf als die meisten anderen E-Scooter. Das Display zeigt als Maximalgeschwindigkeit 22 km/h an. Per GPS nachgemessen pendelt die reale Geschwindigkeit zwischen 20 km/h und 21 km/h.
Gebremst wird ausschließlich über den Bremshebel auf der linken Seite des Lenkers. Dieser aktiviert gleichzeitig die elektrische Motorbremse und die mechanische Scheibenbremse am Vorderrad. Bei einer Vollbremsung kommt der E-Scooter flott zum Stehen. Aber auch sanftes, dosiertes Abbremsen ist möglich.
Insgesamt ist das Fahrgefühl hervorragend. Der Ninebot Segway F2 ist extrem wendig und agil. Die schlauchlosen 10-Zoll-Reifen eignen sich optimal für urbanes Umfeld. Auf Feldwegen oder Pflastersteinen vermissen wir jedoch eine Federung.
Der Akku hat eine Kapazität von 367 Wh. Damit soll der F2 laut Ninebot Segway bis zu 40 km weit kommen. Dieser Wert wurde unter Idealbedingungen gemessen. Bei einem Fahrergewicht von gut 80 kg, viel Stopp-&-Go, kühler Umgebung und viel Asphalt sind bis zu 25 bis 30 km realistisch. Nach einer Ladezeit von etwa fünf Stunden ist er wieder voll.
Der Ninebot Segway F2 ist ein richtig guter E-Scooter. Er hat einen starken Motor, gute Bremsen, angenehme, schlauchlose 10-Zoll-Reifen, helle Blinker und ein Fahrgefühl, von dem E-Scooter anderer Marken nur träumen können. Der Nutzen des über die App aktivierbaren Diebstahlschutzes hält sich in Grenzen und das Display spiegelt in hellen Umgebungen zu stark. Vermisst haben wir auf Feldwegen eine Federung.
Wer eine Frontfederung will, kann zum Beispiel zum in weiten Teilen baugleichen Ninebot Segway F2 Pro (Testbericht) greifen. Noch einmal deutlich besser, aber auch teurer, ist der Ninebot Segway Max G2D (Testbericht).
Der Xiaomi Mi 1S kostet nur 400 Euro und gehört zu den beliebtesten E-Scootern. Wir zeigen im Test, warum sich dieser Elektro-Scooter tatsächlich lohnt.
Der Xiaomi Mi 1S kostet nur 400 Euro und gehört zu den beliebtesten E-Scootern. Wir zeigen im Test, warum sich dieser Elektro-Scooter tatsächlich lohnt.
Unsere große und regelmäßig gepflegte Bestenliste Top 10: Die besten E-Scooter 2022 ab 300 Euro im Test hat einen klaren Sieger: Den Segway Ninebot G30D II Max (Testbericht). Knapp dahinter auf dem zweiten Platz ist der Xiaomi Mi Scooter Pro 2 (Testbericht). Für gerade einmal 500 Euro bietet er so ziemlich alles, was man von einem guten E-Scooter erwartet. Doch Xiaomi hat noch einen weiteren E-Scooter im Programm, der ähnlich wie die beiden gerade genannten zu den am meisten verkauften E-Scootern in Deutschland gehört: der Xiaomi Mi 1S.
Der Xiaomi Mi 1S bietet für seinen schlanken Preis von 350 bis 400 Euro einen Akku mit einer Kapazität von 275 Wattstunden, einen 300-Watt-Motor und 8,5 Zoll große Luftreifen. Was das im Alltag bedeutet, wie sich die Verarbeitungsqualität schlägt und was der Xiaomi Mi 1S sonst noch auf dem Kasten hat, zeigen wir hier im Testbericht.
Rein optisch gibt es wohl nur wenige E-Scooter, die noch unauffälliger sind als der Xiaomi Mi 1S. Im Grunde ist an ihm alles Grau-Schwarz, unterbrochen lediglich von einem recht kleinen Mi-Logo am unteren Teil der Lenkstange. Das Kabelmanagement ist vorbildlich. Vom Lenker führt ein einziges Kabel der Bremse in die Lenkstange. Im unteren Bereich der Lenkstange sind zwei Kabel zu sehen, die dort austreten, um den Sicherungshebel zum Umklappen des E-Scooters zu umgehen. Wenige Zentimeter später verschwinden die Kabel im Rahmen des Mi 1S. Das hat Xiaomi hervorragend gelöst.
Auch der Rest der Verarbeitung wirkt hochwertig. Die Lenkstange sitzt fest, das hintere Schutzblech hält auch mal einen Tritt aus und auch wegen des Verzichts auf eine Federung wackelt so gut wie nichts. Ein großer Vorteil des Xiaomi-E-Scooters: Dank seiner weiten Verbreitung ist es einfach und meist nicht teuer, Ersatzteile zu besorgen. Im Internet kursieren zudem viele Videos, wie man die neuen Teile selbst einbaut.
Der Mi 1S erlaubt eine maximale Zuladung von 100 Kilogramm. Eine Öse zum Abschließen des E-Scooters mit einem Schloss finden wir nicht. Welche Möglichkeiten zum Diebstahlschutz es dennoch gibt, zeigen wir im Ratgeber Must-Have-Zubehör für E-Scooter.
Auf der rechten Seite des Lenkers sitzt der bequem zu bedienende Gasgriff für den Daumen. Er ist angenehm leichtgängig. Die Griffe sind gummiert und groß genug, um auch bei längerer Fahrt keine Schmerzen an der Hand zu verursachen. Von den beiden Bremsgriffen betätigt der rechte die Motorbremse. Der linke Griff kombiniert die Motorbremse mit der mechanischen Scheibenbremse am Hinterrad. Die Glocke auf der linken Seit ist gleichzeitig der Haken, um die Lenkstange zusammengeklappt am hinteren Schutzblech zu fixieren.
Das Display in der Mitte zeigt die aktuelle Geschwindigkeit, die Unterstützungsstufen und die Restkapazität des Akkus in fünf Balken an. Es ist beleuchtet und lässt sich auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch gut ablesen. Wer mehr Informationen will, etwa die insgesamt gefahrenen Kilometer, kann die Xiaomi Mi 1S mit der Xiaomi-Home-App verbinden.
Der Mi 1S hat nur einen einzigen Knopf unterhalb des Displays. Dieser schaltet den E-Scooter ein und aus, regelt die Unterstützungsstufe und das Licht. Diese Doppel- und Dreifachbelegung stört nicht, denn man gewöhnt sich schnell daran. Das Frontlicht ist recht hell, kann aber nicht in der Höhe variiert werden. Zumindest ist die Voreinstellung gut, Gegenverkehr wird nicht geblendet. Das hintere Licht schaltet sich zusammen mit dem Frontlicht ein und aus. Es leuchtet beim Bremsen nicht auf.
Der Klappmechanismus ist einfach und funktional. Zunächst legt der Fahrer den Sicherungshebel an der Lenkstange um und rastet den Lenker anschließend am Schutzblech ein. So kann der mit etwa 12,5 Kilogramm nicht besonders schwere E-Scooter an der Lenkstange hochgehoben werden. Seine Maße verringern sich von 108 x 43 x 114 Zentimeter auf 108 x 43 x 48 Zentimeter.
Der Xiaomi Mi 1S hinterlässt beim Fahren einen wendigen und stabilen Eindruck. Die Ergonomie ist in Ordnung, die Größe des Trittbretts gliedert sich mit 45 x 14 Zentimetern im Mittelfeld ein. Die 8,5 Zoll großen Luftreifen federn einen Teil der Steinchen und Unebenheiten ab. Allerdings gibt es am Xiaomi Mi 1S keine Federung. Deswegen sollte er überwiegend im urbanen Umfeld gefahren werden. Auf Feldwegen erfährt der Mi 1S bei voller Geschwindigkeit zu viele Schläge, die er an den Fahrer und an seine Komponenten weitergibt. Wer der Offroad fährt, sollte eher zum perfekt gefederten IO Hawk Legend (Testbericht) greifen. Oder auch zum Monster-E-Scooter Eleglide D1 Master (Testbericht).
Der Motor mit einer Nennleistung von 300 Watt ist nicht sehr stark. Auf unserem Testhügel schaffte er es gerade so, auf 17 Kilometer pro Stunde zu beschleunigen. Kein Vergleich zum Vmax VX2 (Testbericht), den stärksten von uns bisher getesteten legalen E-Scooter. Der Xiaomi-E-Scooter fährt genau 20 Kilometer pro Stunde. Andere E-Scooter reizen die 10 Prozent Toleranz aus und fahren 22 Kilometer pro Stunde.
Das Bremssystem funktioniert zufriedenstellend. So hält der E-Scooter bei einer Vollbremsung, also der Kombination aus mechanischer Scheibenbremse und elektrischer Motorbremse, schnell an. Freies Rollen geht mit dem Xiaomi Mi 1S nicht, denn die Motorbremse schaltet sich stets automatisch ein, wenn der Elektro-Scooter über eine Geschwindigkeit von fünf Kilometer pro Stunde kommt und der Gashebel nicht gedrückt wird. Das nervt zu Beginn, allerdings gewöhnt man sich daran.
Der Akku hat eine Kapazität von 275 Wattstunden. Das ist zwar dem günstigen Preis angemessen, aber dennoch insgesamt recht wenig. Xiaomi gibt eine maximale Reichweite von 30 Kilometern an. Das ist unter Idealbedingungen wie einer geringen Zuladung, ebener Strecke, warmen Wetter und geringer Geschwindigkeit gemessen. Real dürfte der Wert für die allermeisten Fahrer deutlich darunter liegen. In unserem Fall transportierte uns der E-Scooter etwa 20 Kilometer, bis er anschließend für etwa 4 Stunden ans mitgelieferte Netzteil musste. Mehr Informationen rund um den Akku bei E-Scootern zeigen wir in der Bestenliste Reichweiten-Test: Die Top-10-E-Scooter mit dem größten Akku.
Der Xiaomi Mi 1S kostet bei Galaxus 429 Euro.
Der Xiaomi Mi 1S gehört zu Recht zu den beliebtesten E-Scootern. Denn für gerade einmal 429 Euro (Galaxus) schnürt Xiaomi ein wirklich verlockendes Gesamtpaket. Uns gefällt besonders die schlichte Optik in Kombination mit der guten Verarbeitung und sehr guten Reparierbarkeit.
Der E-Scooter bietet eine für die meisten Fahrer passende Ergonomie und zeigt sich beim Fahren wendig. Licht, Klingel, Display, Klappmechanismus – alles Punkte, die beim Xiaomi Mi 1S positiv zu bewerten sind. Auch das Bremssystem geht in Ordnung. Weniger gut gefällt uns der doch recht schwache Motor und die maximale Zuladung, die auf 100 Kilogramm beschränkt ist. Auch hätte der Akku etwas mehr Kapazität vertragen.
Der Navee V50 ist ein vergleichsweise günstiger E-Scooter, der dennoch einen starken Motor und eine gute Verarbeitung bietet. Beeindruckt hat uns im Test der clevere Faltmechanismus.
Der Navee V50 ist ein vergleichsweise günstiger E-Scooter, der dennoch einen starken Motor und eine gute Verarbeitung bietet. Beeindruckt hat uns im Test der clevere Faltmechanismus.
Bereits Mitte 2022 hatten wir einen E-Scooter von Navee im Test. Der Navee N65 (Testbericht) fiel durch seine hochwertige Verarbeitung, dem großen Akku und dem recht günstigen Preis von etwa 500 Euro auf. Sein Lenker lässt sich seitlich drehen, wodurch er zusammengeklappt weniger Platz einnimmt – ein schlaues Feature für alle, die den E-Scooter besonders platzsparend verstauen wollen. Sein größtes Manko: Er hat keine ABE-Zertifizierung, darf also nicht legal am Straßenverkehr in Deutschland teilnehmen.
Der Navee V50 hat ebenfalls einen umlegbaren Lenker und außerdem die hierzulande so wichtige ABE-Zertifizierung. Zudem soll sein Motor stark und die Verarbeitung hochwertig sein. Preislich bewegt er sich um die 500 Euro. Bei Galaxus kostet er aktuell 449 Euro. Er scheint sich im Abverkauf zu befinden, einige Händler führen ihn nicht mehr.
Der Navee V50 ist nach dem Auspacken direkt einsatzbereit – bei ihm muss nicht eine einzige Schraube gesetzt werden. Zum Nachziehen legt Navee ihm dennoch einen einfachen Innensechskantschlüssel bei. Optisch wirkt der E-Scooter wenig auffällig. Bei ihm dominiert Schwarz und Grau. Einzig das rote Bremskabel, welches vom Bremshebel im Lenkerrohr verschwindet und weiter unten wieder austritt, setzt einen farblichen Akzent. Das rote Kabel kennen wir bereits von einigen Xiaomi-E-Scootern wie dem Xiaomi Electric Scooter 4 (Testbericht).
Bezüglich der Verarbeitungsqualität haben wir am Navee V50 nur wenig auszusetzen. Allerdings wackelt die Lenkstange leicht. Zwar nicht annähernd so wild wie bei vollgefederten E-Scootern wie dem sehr guten Joyor Y8-S (Testbericht) für 624 Euro (Gutscheincode: 4VUxBP8D), aber eben mehr als bei den meisten anderen ungefederten E-Rollern wie dem Segway Ninebot G30D II Max (Testbericht). Der zweite, nicht optimal gelöste Punkt: Das hintere Schutzblech gibt beim Drauftreten leicht nach. Trotzdem erweckt es nicht den Eindruck, als würde es schnell kaputtgehen.
Der Klappmechanismus ist genial! Lobten wir ihn bereits bei Navee N65 (Testbericht), ist er hier noch einmal ausgefeilter. Besonders das Drehen des Lenkers um 90 Grad geht befriedigend einfach von der Hand. Auch der Sicherungshebel zum Umklappen der Lenkstange ist leichtgängig. Umgeklappt hakt die Öse der Klingel an dem Haken auf dem hinteren Schutzblech ein. So verringern sich seine Maße von 114 × 48 × 116 Zentimeter auf 114 × 16 × 50 Zentimeter. Hier beeindruckt vorwiegend die zusammengeklappt geringe Breite von nur 16 Zentimetern. Dies ist für alle praktisch, die den E-Scooter in kleinen Kofferräumen transportieren oder die ihn während der Zug- und S-Bahn-Fahrt unter oder neben dem Sitz verstauen wollen.
Der mit unter 17 Kilogramm recht leichte V50 kann zusammengeklappt an der Lenkstange hochgehoben werden, um ihn etwa eine Treppe hinunterzutragen. In der Lenkstange findet ein Apple Airtag (Testbericht) Platz. An sich eine gute Idee. Falls ein Dieb jedoch davon weiß, kann er den Tag ganz einfach und ohne Werkzeug entfernen.
Der Lenker dürfte für unser Empfinden etwas höher und breiter sein. Die gummierten Handgriffe sind recht schmal. Der Bremshebel auf der linken Seite ist gut zu erreichen. Er aktiviert gleichzeitig die hintere Scheibenbremse und die elektrische Motorbremse im Vorderrad. Dabei ist es auch möglich, fein dosiert abzubremsen. Bei einer Vollbremsung blockiert zwar das hintere, dank einer ABS-Funktion aber nicht das vordere Rad. Das verhindert das Wegrutschen des Vorderrads und damit im Zweifelsfall einen Sturz des Fahrers.
Der Gasgriff auf der rechten Seite ist gut erreichbar und geht angenehm leichtgängig. Einen Blinker gibt es nicht. Einfache Modelle lassen sich jedoch günstig nachrüsten. Mehr dazu in unserem Ratgeber Zubehör & Tuning für E-Scooter: Blinker, smarte Schlösser, GPS-Tracker & Co.
Das mittig am Lenker platzierte Farb-Display ist breiter, als wir es von anderen E-Scootern gewohnt sind. Es zeigt die aktuelle Geschwindigkeit, die Restkapazität des Akkus in Balken, das Licht sowie die gewählte Unterstützungsstufe an. Das Display gefällt uns richtig gut. Allerdings lässt es sich bei direkter Sonneneinstrahlung nur schwer ablesen.
Das Frontlicht ist ausreichend hell und in der Höhe seines Abstrahlwinkels variabel. Auch das hintere Licht ist hell genug, um im Straßenverkehr aufzufallen. Zudem leuchtet es beim Bremsen zusätzlich auf. Sehr schön: In der App kann man einstellen, dass das Licht sich automatisch entsprechend der Umgebungshelligkeit ein- und ausschaltet. Das funktioniert im Test tadellos.
Als App nutzt der Navee V50 Xiaomi Home. Einmal mit dem E-Scooter verbunden können Käufer hier Daten wie die insgesamt gefahren Kilometer, die Fahrzeit und die Durchschnittsgeschwindigkeit einsehen. Dort können Nutzer auch die Energierückgewinnung anpassen und einen Verriegelungsmodus aktivieren. Dieser schaltet die Motorbremse ein und löst beim Bewegen des E-Scooters einen zu leisen Alarm aus.
Der Motor im Vorderrad hat eine Nennleistung von 350 Watt und eine maximale Leistung von 560 Watt. Eine Angabe der Newtonmeter finden wir nicht. Im Test entpuppt sich der Motor als äußerst kräftig. Er transportiert uns ohne Probleme den Testhügel hinauf. An die Power eines Ninebot Segway Max G2D (Testbericht) kommt er jedoch nicht heran. Wir hätten es bevorzugt, wenn Navee den Motor im Hinterrad untergebracht hätte. Dort ist die Kraftübertragung besser.
Der V50 hat drei Unterstützungsstufen. In der ersten beschleunigt er nur auf 6 Kilometer pro Stunde, in der zweiten bis 15 Kilometer pro Stunde und in der dritten bis 20 Kilometer pro Stunde – zumindest laut Display-Anzeige. Denn per GPS nachgemessen erreicht der E-Scooter auch bei voller Fahrt keine 19 Kilometer pro Stunde. Erlaubt wären 20 Kilometer pro Stunde plus 20 Prozent, also maximal 22 Kilometer pro Stunde. Das ist schade und macht gefühlt bei Fahren einen echten Unterschied zu E-Scootern, die sich an diese Obergrenze heranwagen, wie der Epowerfun EPF-2 XT 600 (Testbericht).
Das Fahren selbst fühlt sich trotz 10 Zoll großer Luftgummireifen härter an als bei E-Scootern, die mit einer oder gar mit zwei Federungen kommen. Für Fahrten im urbanen Umfeld ist das kein Problem. Wer länger etwa auf Feldwegen fahren will, sollte zu einem Modell mit guter Federung greifen, ein Beispiel dafür ist der Trittbrett Fritz (Testbericht). Dafür fühlt sich das Fahren mit dem Navee V50 angenehm direkt und wendig an.
Unfälle lassen sich jedoch nicht immer vermeiden. Wir empfehlen deswegen dringen das Tragen eines Helms. Mehr dazu in unseren großen Ratgeber Den besten Fahrradhelm für E-Bike, MTB & Rennrad finden. Darf es auch smart sein? Dann hilft unsere Bestenliste Die besten smarten Fahrradhelme mit Blinker, Bluetooth & Musik im Test.
Der Akku im V50 hat eine Kapazität von 367 Wattstunden. Da haben wir in E-Scootern zwischen 500 und 600 Euro schon größere gesehen. Laut Navee soll der V50 mit einer Akkuladung bis zu 50 Kilometer weit kommen. Diese bei maximal 15 Kilometer pro Stunde und unter Idealbedingungen gemessene Reichweite ist jedoch nicht realistisch. Die tatsächliche Reichweite hängt von vielen individuellen Faktoren wie Körpergewicht, Fahrstil, Geschwindigkeit, Außentemperatur, Höhenmeter und mehr ab. Deswegen können wir hier keine allgemeingültige Aussage treffen. In unserem Fall reicht eine Akkuladung für knapp 30 Kilometer. Was es alles beim Akku eines E-Scooters zu beachten gibt und welche E-Scooter den größten haben, zeigen wir in unserer Bestenliste der E-Scooter mit dem dicksten Akku.
Preislich bewegt er sich um die 500 Euro. Bei Galaxus kostet er aktuell 449 Euro. Er scheint sich im Abverkauf zu befinden, einige Händler führen ihn nicht mehr.
Der Navee V50 bietet sich für alle an, die den E-Scooter häufig zusammengelegt – etwa im Kofferraum oder in der Bahn – transportieren. Denn es gibt kaum einen anderen E-Scooter, der in wenigen Handgriffen derart kompakt zusammengelegt werden kann. Das verdankt er in erster Linie seinem genial anlegbaren Lenker. Auch sein geringes Eigengewicht von unter 17 Kilogramm ist für Pendler, die den E-Scooter regelmäßig ein paar Meter tragen müssen, ein echter Pluspunkt. Positiv fällt auch der starke Motor, die hohe Wendigkeit und die hohe Verarbeitungsqualität auf.
Allerdings kommt der Navee V50 nicht ohne Kritik davon. So wackelt die Lenkstange leicht und das hintere Schutzblech dürfte gerne etwas fester sitzen. Zudem vermissen wir auf unebenem Untergrund eine Federung und der Akku ist mit 367 Wattstunden nicht gerade üppig. Leider erreicht der V50 nicht die in Deutschland maximal erlaubte Geschwindigkeit und wir hätten es bevorzugt, wenn der Motor statt im Vorder- im Hinterrad sitzen würde.
Trotzdem ist der Navee V50 ein guter E-Scooter, der wegen seiner geringen Faltmaße gerade unter Pendlern viele Freunde finden wird. Auch der hervorragende Joyor Y8-S (Testbericht) hat dank anlegbarer Lenkgriffe schlanke Faltmaße. Allerdings wiegt er wegen seines massiven Akkus und der Vollfederung mit 26 Kilogramm deutlich mehr.
Der 5th Wheel V30 Pro ist ein günstiger E-Scooter, der dennoch einige Extras wie eine Federung am Hinterrad und einen Blinker mitbringt. Wir haben ihn getestet und zeigen, ob er trotz seines geringen Preises eine gute Figur macht.
Der 5th Wheel V30 Pro ist ein günstiger E-Scooter, der dennoch einige Extras wie eine Federung am Hinterrad und einen Blinker mitbringt. Wir haben ihn getestet und zeigen, ob er trotz seines geringen Preises eine gute Figur macht.
E-Scooter müssen nicht teuer sein. Das beweist 5th Wheel mit dem V30 Pro eindrucksvoll. Für knapp 300 Euro bekommt der Käufer einen solide verarbeiteten elektrischen Tretroller mit ein paar spannenden Extras, die man sonst eher von teureren Modellen kennt. Dazu gehören etwa der Blinker und eine Federung am Hinterrad.
Der 5th Wheel V30 Pro kostet 309 Euro bei Geekmaxi.
Wie von den meisten E-Scootern gewohnt, gestaltet sich auch der Aufbau des 5th Wheel V30 Pro kinderleicht. Lediglich vier Schrauben müssen eingesetzt werden, um die Lenkstange zu fixieren. Die Reifen müssen nicht aufgepumpt werden, da es sich um luftlose Exemplare mit Wabenstruktur handelt. Die sogenannten Honeycomb-Reifen sind praktisch pannensicher, federn aber Stöße weniger gut ab als Luftreifen. Nach dem Aufladen des Akkus kann es dann auch schon losgehen – wir empfehlen einen Helm. Welche Helme sich für E-Scooter eignen, zeigen wir in unserer Bestenliste der besten smarten Helme.
Optisch präsentiert sich der 5th Wheel V30 Pro betont unauffällig. Er ist überwiegend in schlichtem Grau und Schwarz gehalten. Nur die hintere Scheibenbremse setzt einen roten Farbakzent. Erfreulich ist das gute Kabelmanagement des E-Scooters. So führt lediglich ein Bremskabel vom Bremsgriff in die Lenkstange. Ein weiteres Kabel am unteren Ende des Rollers ist sehr dezent verlegt.
Die Verarbeitung des 5th Wheel V30 Pro macht einen ordentlichen ersten Eindruck. Die Lenkstange wackelt nicht und die Beleuchtung ist sauber integriert. Lediglich das hintere Schutzblech aus Kunststoff wirkt etwas wackelig. Hier hätten wir uns eine stabilere Lösung gewünscht, weil dieses bei einem Tritt beschädigt werden kann. Die maximale Zuladung des E-Scooters beträgt 120 kg.
Der Klappmechanismus des V30 Pro ist einfach, aber effektiv. In unserem Fall musste der Sicherungshebel mit dem beiliegenden Werkzeug nachjustiert werden – das war jedoch völlig problemlos möglich. Die Lenkstange lässt sich so auf das hintere Schutzblech klappen und dort fixieren. In diesem Zustand kann der E-Scooter bequem getragen werden. Mit einem Gewicht von unter 15 kg ist er für einen Elektroroller nicht sonderlich schwer. Das macht ihn besonders interessant für Pendler, die den V30 Pro regelmäßig über Treppen oder in Bus und Bahn tragen müssen. Zusammengeklappt misst der 5th Wheel V30 Pro 1130 × 485 × 460 mm, aufgeklappt 1130 × 485 × 1215 mm. Mit einer IP54 Zertifizierung ist er gegen Spritzwasser aus allen Richtungen geschützt, jedoch nicht wasserdicht. Bei starkem Regen oder Pfützen ist also Vorsicht geboten.
Die Lenkergriffe des 5th Wheel V30 Pro sind zwar nicht ergonomisch geformt, dafür aber gut gepolstert und griffig. An den Lenkerenden sitzt je ein gut sichtbarer Blinker. Eine Signalleuchte am hinteren Ende des E-Scooters fehlt jedoch. Wer einen E-Scooter ohne Blinker hat, kann diese aber problemlos nachrüsten. Welche Modelle empfehlenswert sind, zeigen wir in unserer Bestenliste Top 5: Der beste Blinker für E-Scooter zum Nachrüsten. Die Bedienelemente für den Blinker befinden sich auf der linken Lenkerseite. Angenehm: Nach etwa zehn Sekunden schaltet sich der Blinker selbstständig wieder aus. So ist kein lästiges manuelles Ausschalten nach dem Abbiegen nötig.
Auf der rechten Seite des Lenkers befindet sich der Daumengriff für die Motorsteuerung. Er geht angenehm leicht, was für längere Fahrten von Vorteil ist. So ermüdet der Daumen nicht so schnell.
In der Mitte des Lenkers ist das einfache Display stilvoll integriert. Es verfügt über einen Knopf mit Mehrfachbelegung und zeigt die wichtigsten Informationen wie Geschwindigkeit, gewählte Unterstützungsstufe und Akkustand an. Eine Smartphone-App gibt es für den V30 Pro ebenfalls. Jedoch bietet sie kaum einen Mehrwert. Nützlich ist allenfalls die Möglichkeit, in der App eine Wegfahrsperre zu aktivieren. Potenzielle Diebe wird das aber kaum abschrecken, da sie den Roller einfach wegtragen können. Dennoch ist es besser als nichts. Deutlich mehr Schutz bietet ein hochwertiges Schloss. Welche Modelle zuverlässig vor Langfingern schützen, zeigen wir in unserem Ratgeber Fahrradschloss für E-Bike & E-Scooter: Smart, mit App, Alarm & GPS.
Die Lichtanlage des 5th Wheel V30 Pro weiß zu gefallen. Das vordere Licht ist fest integriert und ausreichend hell. Schade nur, dass der Abstrahlwinkel sich nicht anpassen lässt. Die hintere Leuchte ist ebenfalls ins Gesamtsystem eingebunden und leuchtet beim Bremsen zusätzlich auf. Das erhöht bei Dunkelheit die Sichtbarkeit für den nachfolgenden Verkehr und damit auch die Sicherheit des Fahrers.
Der 5th Wheel V30 Pro überzeugt mit einem agilen und wendigen Fahrverhalten. Vor allem auf ebenen, glatten Untergründen wie Asphalt macht er eine gute Figur. Das Fahrgefühl ist direkt und man hat den E-Scooter jederzeit gut unter Kontrolle. Allerdings ist die Ergonomie nicht optimal für sehr kleine oder sehr große Personen, da sich der Lenker nicht in der Höhe verstellen lässt.
Die luftlosen 10 Zoll Reifen mit der Waben- bzw. Honeycomb-Struktur bieten den Vorteil, dass sie pannensicher sind. Das gibt gerade bei längeren Fahrten abseits der eigenen Haustür ein gutes Gefühl – eine Reifenpanne ist praktisch ausgeschlossen. Dafür müssen Fahrer Abstriche beim Komfort machen. Die Wabenreifen schlucken Unebenheiten wie Kopfsteinpflaster oder Schlaglöcher im Asphalt merklich schlechter als klassische Luftreifen. Hier macht sich dann auch das Fehlen einer Federung am Vorderrad negativ bemerkbar. Für ein komfortables Fahren auf unebenen Wegen wären größere Reifen und eine Vollfederung wünschenswert gewesen.
Die Hinterradfederung des V30 Pro funktioniert jedoch tadellos und schlägt sich achtbar. Sie ist angenehm weich abgestimmt und bügelt so zumindest kleinere Unebenheiten gut aus. Dennoch sind dem ungefederten Vorderrad bei gröberen Schlägen schnell Grenzen gesetzt. Fahrten auf Feldwegen sind zwar grundsätzlich möglich, machen aber nur bedingt Spaß. Letztlich ist der 5th Wheel V30 Pro eben eher ein E-Scooter für die Stadt als ein Offroad-Modell. Wer viel abseits asphaltierter Wege unterwegs sein will, sollte sich unsere Bestenliste Offroad-E-Scooter ansehen.
Angetrieben wird der V30 Pro von einem 350 Watt Motor im Vorderrad, der in der Spitze 520 Watt leisten kann. Wir konnten damit bei einem Fahrergewicht von etwa 80 kg problemlos die maximal erlaubte Geschwindigkeit von 20 km/h erreichen. Jedoch hatten wir im Vergleich schon deutlich stärkere Motoren im Test. Besonders für schwerere Personen könnte die Motorleistung grenzwertig sein. Auch verliert der Motor an langen, steilen Anstiegen schnell an Power. In der Ebene und für Fahrer bis circa 90 kg reicht die Kraft des Motors jedoch aus.
Verzögert wird der 5th Wheel V30 Pro über einen Bremsgriff auf der rechten Lenkerseite. Dieser aktiviert gleichzeitig die elektrische Motorbremse am Vorderrad und die mechanische Scheibenbremse am Heck. In der Praxis überzeugt die Brems-Performance. Der E-Scooter kommt schnell und in angemessener Distanz zum Stehen. Auch langsames, dosiertes Abbremsen ist möglich.
Der Akku des 5th Wheel V30 Pro fällt mit einer Kapazität von 270 Wh recht klein aus. Der Hersteller verspricht damit eine Reichweite von 32 km. Diese wurde jedoch unter Idealbedingungen ermittelt. Im urbanen Stop-and-Go-Verkehr sind diese Bedingungen praktisch nie gegeben. Deswegen konnten wir im Test mit einem Fahrergewicht von 80 kg, im Stadtverkehr, mit höchster Unterstützungsstufe und bei warmen 20 Grad Außentemperatur lediglich knapp 20 km weit kommen. Für Fahrten zum Supermarkt, Bäcker oder ins Büro ist das ausreichend. Wer jedoch längere Strecken zurücklegen will, muss den V30 Pro entsprechend häufiger laden.
Wer einen E-Scooter mit deutlich mehr Ausdauer sucht, der wird in unserer Bestenliste der E-Scooter mit dem größten Akku fündig.
Der 5th Wheel V30 Pro kostet 309 Euro bei Geekmaxi.
Der 5th Wheel V30 Pro überrascht im Test mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Für gut 300 Euro bekommt man einen solide verarbeiteten E-Scooter mit einigen Premium-Features wie Blinker und App-Anbindung. Der Motor ist für die meisten Nutzer ausreichend stark, die Bremsen funktionieren zuverlässig.
Positiv fallen auch das geringe Gewicht und der einfache Klappmechanismus auf. Damit eignet sich der V30 Pro gut für Pendler, die ihren E-Scooter regelmäßig tragen müssen. Die Hinterradfederung arbeitet effektiv, allerdings vermissen wir eine Federung am Vorderrad. Auch der relativ kleine Akku begrenzt den Aktionsradius.
Insgesamt bietet der 5th Wheel V30 Pro für seinen günstigen Preis eine ordentliche Ausstattung und Fahrleistung. Wer einen preiswerten Einstieg in die Welt der E-Scooter sucht und keine Langstrecken plant, findet hier ein empfehlenswertes Modell. Für anspruchsvollere Nutzer oder häufige Offroad-Fahrten gibt es aber bessere, wenn auch teurere Alternativen.
Der Xiaomi Mi Scooter Pro 2 ist der Nachfolger des sehr beliebten M365 mit Straßenzulassung und hoher Reichweite. Wir zeigen im Test, ob sich der Kauf lohnt.
Der Xiaomi Mi Scooter Pro 2 ist der Nachfolger des sehr beliebten M365 mit Straßenzulassung und hoher Reichweite. Wir zeigen im Test, ob sich der Kauf lohnt.
Der Xiaomi M365 (Testbericht) ist der vielleicht am häufigsten verkaufte E-Scooter überhaupt. Er hat sich als günstiges und sehr haltbares Modell bewährt. So setzen ihn aufgrund seiner robusten Bauweise auch viele Verleiher ein. Sein größtes Problem: Er hat keine Straßenzulassung für Deutschland. Nach einer gefühlten Ewigkeit bringt Xiaomi Mitte 2020 endlich einen Nachfolger auf den Markt, der ganz legal in Deutschland fahren darf. Wobei es Xiaomi nicht bei einem Nachfolger belässt, sondern gleich zwei Modelle zeigt: Den Mi Scooter Pro 2, den wir uns hier im Test genauer anschauen, und den Mi Scooter 1S. Ihre wichtigsten Unterschiede: Der Pro 2 hat einen größeren Akku und kostet etwa 150 Euro mehr.
Der Xiaomi Mi Scooter Pro 2 ist auf den ersten Blick kaum vom Vorgänger M365 zu unterscheiden. Das ist grundsätzlich erst einmal gut. Denn der seit Jahren über die Straßen der Welt rollende M365 hat sich bewährt. Schade finden wir, dass Xiaomi das Kabelmanagement nicht verbessert hat. Nach wie vor steht das Bremskabel unter dem Lenker etwas unschön ab, bevor es in der Lenkstange verschwindet, nur um dann im unteren Bereich wieder eine ausladende Schlaufe zu bilden. Das ist nicht nur optisch auffällig. Der Scooter bietet so auch Angriffsfläche für Schäden, verhakt man sich beispielsweise darin und reißt das Kabel heraus.
Geklappt wird der 115 Zentimeter lange, 117 Zentimeter hohe und 43 Zentimeter breite E-Scooter über einen simplen Sicherungshaken an der Lenkstange. Dann verringern sich seine Maße in der Höhe auf 48 Zentimeter. Eine kleine Öse an der Glocke verhängt sich am Haken auf dem hinteren Schutzblech. So kann der gut 14 Kilogramm schwere E-Scooter auch ein paar Meter getragen werden. Die Lenkgriffe sind nicht anklappbar. Der Fahrer darf laut Xiaomi bis zu 100 Kilogramm wiegen.
Am Lenker selbst sitzt neben der hell tönenden Glocke links auf der rechten Seite der gut mit dem Daumen erreichbare und angenehm leichtgängige Gashebel. Der linke Bremsgriff betätigt die Scheibenbremse am Hinterrad, der rechte Bremsgriff die Motorbremse am Vorderrad. Mittig integriert Xiaomi ein schickes und funktionelles OLED-Display mit der Anzeige der Unterstützungsstufe, der Geschwindigkeit, des Lichts und des Akkuladestand in fünf Balken. Direkt unter dem Display sitzt der einzige Knopf.
Der Xiaomi Mi Scooter Pro 2 korrespondiert mit der hauseigenen App Xiaomi Home , welche eine Registrierung per E-Mail erfordert. Dort können weitere Daten wie die insgesamt gefahren Kilometer ausgelesen werden. Außerdem gibt es noch eine handvoll Apps von Drittanbietern, die weitere Funktionen wie einen Tempomat oder das Heraufsetzen der maximalen Geschwindigkeit von 20 auf 25 Kilometer pro Stunde freischalten. Zumindest letzteres ist in Deutschland nicht erlaubt.
Mittig am Lenker strahlt eine perfekt integrierte helle Leuchte nach vorne. Auch die hintere Leuchte, die sicher am Schutzblech sitzt, ist mit dem Stromkreislauf verbunden und kann über den Knopf unter dem Display gesteuert werden. Das gummierte Trittbrett ist mit einer Länge von 49 Zentimetern und einer Breite von 15 Zentimetern angenehm groß. Seitlich klappt ein kleiner Ständer.
Der Xiaomi Mi Scooter Pro 2 ist angenehm wendig. Allerdings bemerken wir, dass der Lenker in der geraden Position wie magnetisch einrastet. Das haben wir so noch bei keinem anderen von uns getesteten E-Scooter gesehen. Das stört das Fahrverhalten jedoch kaum. Der Sinn des Einrastens erschließt sich uns jedoch nicht.
Die 8,5 Zoll großen Luftreifen federn einen Großteil kleiner Unebenheiten ab. Eine zusätzliche Federung gibt es nicht. So schüttelt es den Fahrer auf Pflastersteinen zwar ordentlich durch, allerdings auch nicht mehr als bei anderen E-Scootern mit Luftreifen. Grundsätzlich ziehen wir Luftreifen den Vollgummireifen auf günstigen E-Scootern trotz ihrer nicht gegebenen Pannensicherheit vor. Denn Luftreifen vermitteln ein deutlich sanfteres Fahrgefühl.
Der leise und recht hell surrende Motor bringt eine Nennleistung von 300 Watt. Ein guter Wert, der dafür sorgt, dass dem E-Scooter auch bei leichtem Anstieg nicht die Kraft verlässt. Xiaomi selbst schreibt gar von 20 Prozent Steigung, was wir für etwas übertrieben halten. Allerdings scheint die Software den Motor bereits vor dem Erreichen der maximal erlaubten Geschwindigkeit von 20 Kilometer pro Stunde herunterzuregeln. So beschleunigt uns der Xiaomi Mi Scooter Pro 2 auf gerader Strecke selten über 19 Kilometer pro Stunde. Ein unbefriedigendes Gefühl.
Der Motor reagiert nicht unmittelbar auf den Gashebel. So benötigt er etwa eine halbe Sekunde, bevor er anspringt. Genauso läuft er etwa eine halbe Sekunde nach, nachdem man den Daumen bereits vom Gashebel genommen hat. Das beeinträchtigt das ansonsten makellose Fahrverhalten.
Die hintere Scheibenbremse reagiert gut auf den Bremshebel. Die vordere Motorbremse, die man mit dem zweiten Bremshebel aktiviert, lässt sich äquivalent zum Motor eine halbe Sekunde Zeit, bevor sie greift. Das kann in entsprechenden Situationen gefährlich sein. Im Bremstest benötigt der Xiaomi Mi Scooter fast drei Meter bis zum vollständigen Halt. Das ist etwas mehr als der Durchschnitt unserer bisherigen Testgeräte.
Der Akku im Xiaomi Mi Scooter Pro 2 hat eine Kapazität von 474 Wattstunden und damit eine der höchsten Kapazitäten aller von uns getesteten E-Scooter. Xiaomi verspricht, dass er erst nach 40 Kilometer wieder ans Netzteil muss. Die tatsächliche Reichweite hängt von vielen Faktoren ab, darunter Gewicht des Fahrers, zurückgelegte Höhenmeter, Beschaffenheit des Untergrunds, Wetter und einiges mehr.
In unserem Fall fahren wir auf überwiegend gerader, asphaltierter Strecke mit einer Zuladung von knapp 85 Kilogramm und Temperaturen unter fünf Grad knapp 35 Kilometer, dann ist der Akku leer. Das ist ein hervorragender Wert und einer der besten bei den von uns getesteten E-Scootern. Das 72 Watt starke Netzteil benötigt gut acht Stunden, bis der Akku wieder voll ist.
Der Xiaomi Mi Scooter 1S hat einen deutlich kleineren Akku mit einer Kapazität von 275 Wattstunden. Da die beiden Modellen ansonsten in weiten Teilen baugleich sind, schätzen wir deshalb seine Reichweite auf etwa 20 Kilometer.
In beiden Modellen steckt ein System, welches über den Motor Energie zurückgewinnt. Wie viel dabei wirklich herumkommt, können wir nicht einschätzen. Jedenfalls stört die Energierückgewinnung nicht, indem sie etwa die Leerlaufleistung spürbar einschränkt.
Der Xiaomi Mi Scooter Pro 2 kostete lange Zeit mindestens 540 Euro. Aktuell verkauft Proshop den E-Scooter Xiaomi Mi Scooter Pro 2 für 429 Euro. Noch nie war dieser sehr gute E-Scooter günstiger. Achtung: Der E-Scooter bei Proshop hat keine Straßenzulassung.
Der Xiaomi Mi Scooter 1S mit dem etwas schwächeren Akku kostet derzeit 380 Euro, wurde laut dem Preisverlauf aber auch schon für 340 Euro verkauft.
Der Xiaomi Mi Scooter Pro 2 ist ein richtig guter E-Scooter, der sich nur wenige Schwächen erlaubt. Dank seiner nahen Verwandtschaft zum unzerstörbaren M365 erhoffen wir uns eine ähnlich hohe Langlebigkeit. Der Klappmechanismus ist einfach und funktional. Alle Elemente wie Display und Licht sind perfekt integriert, lediglich die Kabel hätte man noch besser verstecken können. Das Trittbrett ist groß und das Fahrgefühl auch dank der Luftreifen sehr gut. Schade, dass der Motor nicht unmittelbar reagiert, gleiches gilt für die Motorbremse. Auch ihretwegen befindet sich der Xiaomi Mi Scooter Pro 2 bezogen auf seine Bremsleistung im hinteren Mittelfeld.
Richtig gut ist der sehr große Akku, der den Fahrer deutlich weiter bringt als die Akkus in den meisten anderen E-Scootern dieser Preisklasse. Insgesamt schnürt Xiaomi mit dem Mi Scooter Pro 2 ein sehr gutes Paket.
Der Soflow S02 Zero ist ein rundum gelungener E-Scooter, der trotz seines günstigen Preises fast alles richtig macht. Wir haben ihn getestet.
Der Soflow S02 Zero ist ein rundum gelungener E-Scooter, der trotz seines günstigen Preises fast alles richtig macht. Wir haben ihn getestet.
2019 testeten wir den ersten E-Scooter von Soflow. Der Soflow S06 (Testbericht) litt damals noch unter einigen Kinderkrankheiten. So wirkte das Bremssystem wenig durchdacht, der Motor war etwas schwach und der Preis insgesamt zu hoch. Uns gefiel damals die hochwertige Verarbeitung und die passable Reichweite. Der Soflow S04 Gen2 (Testbericht) aus dem Jahr 2021 machte schon vieles besser. Wieder lobten wir die Verarbeitung. Diesmal war aber auch der Motor stark genug und die Bremsen funktionierten im Zusammenspiel mit den Luftreifen hervorragend. Zudem war sein Preis niedrig. Begeistert waren wir vom Blinker – damals ein echtes Novum. Heute muss der E-Scooter für Einsteiger Soflow S02 Zero zeigen, was er kann.
Ganz E-Scooter-typisch ist auch der Aufbau des Soflow S02 Zero kinderleicht. Auspacken, mit vier Schrauben den Lenker fixieren – fertig. Eventuell müssen noch die Luftreifen aufgepumpt werden. Dafür liegt dem E-Tretroller ein 5 cm langer Verlängerungsschlauch bei, damit man besser an das Ventil kommt.
Optisch ist er dank des typischen Soflow-Grüns sofort der Schweizer Marke zuzuordnen. Die Mischung aus dunklem Türkis und vielen schwarzen Elementen sieht nach wie vor fantastisch aus. An der Lenkstange prangt in weißen Lettern das Soflow-Logo.
Die Verarbeitung ist wie von Soflow gewohnt hochwertig. Der S02 Zero liegt sicher auf der Straße, nichts wackelt oder klappert. Er ist nach IPX4 zertifiziert, Spritzwasser sollte ihm also nichts ausmachen. Die maximale Zuladung beträgt 100 Kilogramm – das könnte für einige Fahrer zu wenig sein.
Der Klappmechanismus gibt keinen Grund zu Beanstandung. Nach dem Lösen des Sicherheitshebels klappt die Lenkstange über das Trittbrett und hakt am Rückblech ein. So kann der etwa 14 Kilogramm schwere E-Scooter mit einer Hand hochgehoben werden. Der Haken an der Lenkstange hält aufgeklappt unter anderem eine Einkaufstüte.
Das Trittbrett ist ausreichend lang und breit. Außerdem ist es gummiert, um auch mit nassen Schuhen festen Halt zu finden. Das hintere Schutzblech sitzt fest. Trotzdem sollte man es nicht mit vollem Körpergewicht belasten.
An der linken Seite des Lenkers sitzt der Bremsgriff mit integrierter Klingel. Der Bremsgriff löst sowohl die Trommelbremse am Hinterrad als auch die elektrische Bremse am Vorderrad aus. Mit ihr ist auch sanftes Abbremsen möglich. Insgesamt ist die Bremsleistung in Ordnung. Trotzdem hatten wir schon einige E-Scooter im Test, die bei einer Vollbremsung schneller zum Stehen kommen. Auf der rechten Seite sitzt der Daumengriff zum Beschleunigen. Er ist leichtgängig, sodass es auch bei längeren Fahrten kaum zu Ermüdungserscheinungen im Daumen kommt.
Mittig sitzt das Display mit Taster. Ein langes Drücken schaltet den E-Scooter ein oder aus. Kurz gedrückt schaltet sich das Licht ein oder aus. Das Licht selbst ist hell. So wird man nicht nur gesehen, sondern sieht in der Dunkelheit den Weg ausreichend gut. Das Rücklicht leuchtet bei einem Bremsmanöver auf – allerdings nur, wenn die Lichtanlage ausgeschaltet ist. Das ist schade. Andere E-Scooter zeigen einen Bremsvorgang auch an, wenn das Rücklicht bereits leuchtet. Ein Doppelklick auf den Knopf wechselt den Fahrmodus.
Das Display selbst zeigt neben der Geschwindigkeit ohne Nachkommastelle außerdem in fünf Balken die Batteriekapazität an. Zudem sieht der Fahrer hier, ob das Licht ein- oder ausgeschaltet ist und ob eine Verbindung mit der App besteht. Einen Blinker hat der S02 Zero nicht. Dieser kann jedoch relativ einfach und vor allem günstig nachgerüstet werden. Mehr dazu hier: Zubehör & Tuning für E-Scooter: Blinker, smarte Schlösser, GPS-Tracker & Co.
Der Soflow S02 Zero kommt mit einer optionalen Smartphone-App. Viele Einstellungsmöglichkeiten bietet diese allerdings nicht. Wer will, kann sich jedoch eine Smartphone-Halterung (Bestenliste) besorgen und sich in der App neben der aktuellen Geschwindigkeit zusätzlich die gefahrenen Kilometer, die Zeit sowie die Durchschnittsgeschwindigkeit anzeigen lassen – oder es ohne die App als Navigationsgerät nutzen.
Nettes Feature: Der Soflow S02 Zero lässt sich über NFC sperren und entsperren. Das funktioniert erfreulich unkompliziert. Einmal in der App registriert, hält der Nutzer einfach sein entsperrtes Smartphone auf das Display, schon öffnet sich die Soflow-App. Beim zweiten NFC-Kontakt ist der E-Scooter gesperrt – oder eben wieder entsperrt.
Der Soflow S02 Zero verfügt über 8,5 Zoll große Luftreifen. Eine Federung gibt es nicht. So ist es mit ihm durchaus möglich, einen Feldweg entlangzurasen. Allerdings gibt er doch deutlich mehr Vibrationen weiter als ein E-Scooter mit Federung oder größeren Reifen. Trotzdem gestaltet sich die Fahrt vor allem im urbanen Umfeld insgesamt angenehmen – auch wegen der hohen Wendigkeit des E-Scooters.
Der 36-Volt-Motor hat eine Leistung von 300 Watt. Bezüglich seiner Newtonmeter finden wir keine Angaben, insgesamt ist der Motor jedoch recht stark. Er beschleunigt den knapp 80 Kilogramm schweren Fahrer problemlos unseren Testhügel hinauf. Das Display zeigt 22 Kilometer pro Stunde an, bevor der Motor nicht weiter unterstützt. Per GPS-App nachgemessen bestätigt sich diese Geschwindigkeit knapp. Sehr gut, dass Soflow hier die erlaubte Toleranz von 20 Kilometer pro Stunde plus 10 Prozent voll ausnutzt. Doch ganz egal, wie schnell man fährt, wir empfehlen dringend das Tragen eines Helms (Bestenliste).
Der Akku im Soflow S02 Zero hat eine Kapazität von 270 Wattstunden. Das ist vergleichsweise wenig. Selbst Platz 10 unserer Bestenliste der E-Scooter mit dem größten Akku bietet 557 Wattstunden. Soflow gibt eine maximale Reichweite von 30 Kilometern an. Dies kann unter Umständen erreicht werden, wenn der Fahrer sehr leicht, der Untergrund eben und die maximale Geschwindigkeit moderat ist. Realistisch sind wohl eher 20 Kilometer. Geladen wird er über das mitgelieferte 86-Watt-Netzteil. Für eine volle Ladung braucht der E-Scooter laut Soflow fünf Stunden.
Der Soflow S02 Zero kostet im Soflow-Shop um die 300 Euro. Spannend ist die Kooperationen von Soflow mit dem Vertragsanbieter Starmobile. So gibt es den E-Scooter Soflow S02 Air Gen 2, der größere Reifen und einen stärkeren Motor bietet, mit dem Vertrag Magenta Zuhause L für 140 Euro. Dabei lohnt es sich, auf der Starmobile-Seite genauer hinzuschauen. Wer etwa den Vertrag Magenta Zuhause M Young mit Magenta TV Entertain bucht, zahlt gar nur 5 Euro für den E-Scooter.
Der Soflow S02 Zero ist ein gelungener E-Scooter im Einstiegssegment, der sich keine eklatanten Schwächen leistet. Seine Verarbeitung ist hochwertig, der Motor stark, das Licht hell und das Sperren und Entsperren per NFC praktisch. Auch die 8,5-Zoll-Luftreifen sind gerne gesehen. Sie mildern die meisten Unebenheiten effizient ab und sorgen für ein ordentliches Fahrgefühl. Trotzdem hätte dem Soflow S02 Zero eine Federung oder größere 10-Zoll-Reifen gutgetan. Der Akku hätte für unser Empfinden zudem gerne etwas größer ausfallen dürfen. Die Bremsen funktionieren zuverlässig. Allerdings gibt es E-Scooter, die bei einer Vollbremsung flotter zum Stehen kommen.
Der E-Scooter Leqismart A11 kostet unter 400 Euro. Dazu ist er einer der ganz wenigen E-Scooter direkt aus China, die mit einer deutschen Straßenzulassung kommen. Im Test zeigen wir, für wen sich der Kauf lohnt.
Der E-Scooter Leqismart A11 kostet unter 400 Euro. Dazu ist er einer der ganz wenigen E-Scooter direkt aus China, die mit einer deutschen Straßenzulassung kommen. Im Test zeigen wir, für wen sich der Kauf lohnt.
Schonmal von der E-Scooter-Marke Leqismart gehört? Nein? Wir auch nicht. Macht nichts. Leqismart ist einer der wenigen chinesischen E-Scooter-Hersteller, der elektrische Tretroller mit ABE-Straßenzulassung verkauft. Damit dürfen diese – eine entsprechende Versicherungsplakette vorausgesetzt – in Deutschland legal auf der Straße fahren.
Der hier getestete Leqismart A11 kostet bei Amazon 269 Euro. Auch in der Vergangenheit hatten wir schon richtig günstige E-Scooter im Test. Dazu gehört etwa der Doc Green Explorer ESA 1919 (Testbericht) für 330 Euro oder der jüngst getestete E-Scooter E9 Max (Testbericht) für unter 400 Euro. Der Xiaomi Mi 1S (Testbericht) kostet regulär gut 400 Euro, ist im Angebot teilweise aber auch auf etwa 350 Euro reduziert. Viel billiger wird es, wenn man auf die deutsche Straßenzulassung verzichten kann. So kostet etwa der Kugoo Kirin S1 Pro (Testbericht) nur 220 Euro. Dieser Test soll klären, ob sich der Kauf des günstigen E-Scooter Leqismart A11 lohnt.
Der Aufbau funktioniert wie bei den meisten E-Scootern äußerst unkompliziert. Im Grunde muss lediglich der Lenker mit vier Schrauben über das beiliegende Werkzeug fixiert werden. Danach noch den Akku vollladen, das Versicherungskennzeichen aufkleben und los geht’s. Wir empfehlen dringend das Tragen eines Helms (Ratgeber).
Der Leqismart A11 ist überwiegend in Grau/Schwarz gehalten. Seine geschwungene Form verleiht ihm ein dynamisches Äußeres. An der Lenkstange steht in großen weißen Lettern der Markenname. Optisch zeigt sich der A11 unauffällig, fast schon minimalistisch. Uns gefällt das.
Auch bezüglich der Verarbeitung gibt es keine offensichtlichen Mängel. Der Lenker sitzt fest und wackelt nicht. Das Trittbrett bietet dank Gummierung eine passable Haftung. Auch der hintere Bereich verzeiht, wenn man etwa während der Fahrt seinen Fuß darauf abstellt. Der etwa 16,5 Kilogramm schwere E-Scooter ist für eine Zuladung von maximal 100 Kilogramm zugelassen. Das schließt schwerere Fahrer aus. Der A11 ist nach IPX5 gegen Spritzwasser geschützt.
Der Klappmechanismus geht einfach von der Hand. Dafür muss der Fahrer lediglich den Sicherungshebel am unteren Ende der Lenkstange umlegen, die Lenkstange nach hinten klappen und in die dafür vorgesehene Öse schieben. So darf man ihn an der Lenkstange anheben und etwa eine Treppe hinauftragen.
Der nicht besonders breite Lenker wirkt aufgeräumt. Auf der linken Seite sitzt der Bremsgriff mit schick integrierter Klingel, auf der rechten Seite der Daumenhebel zum Beschleunigen. Dieser lässt sich ohne viel Kraftaufwand betätigen, so sollte auch bei längeren Fahrten der Daumen nicht zu sehr belastet werden. Die Haltegriffe sind gummiert und ausreichend groß.
Mittig sitzt über dem Ein- / Ausschalter das für diese Preiskategorie ungewöhnlich große und auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbare Display. Es zeigt unter anderem die gewählte Unterstützungsstufe, die aktuelle Geschwindigkeit und die verbleibende Restkapazität des Akkus in fünf Balken an. Eine App gibt es nicht.
Der einzige Knopf am E-Scooter regelt auch die Unterstützungsstufe und das Front-, sowie das Hecklicht. Das Frontlicht ist schick integriert und ausreichend hell. Es kann nicht in der Höhe variiert werden. Allerdings ist der fixe Abstrahlwinkel gut gewählt. Das Rücklicht leuchtet beim Bremsen auf.
Der Motor sitzt am Hinterrad – eine Position, die wir der am Vorderrad aufgrund des besseren Fahrgefühls vorziehen. Er hat 350 Watt mit einer angeblichen Spitzenleistung von 630 Watt, eine Angabe der Newton-Meter finden wir nicht. Im Test schwächelt der Motor etwas. Er schafft es zwar uns unseren Testhügel noch oben zu schieben. Mit den besten E-Scootern (Bestenliste) kann er jedoch nicht annähernd mithalten. Leichten Fahrern sollte die Motor-Power ausreichen. Wer mehr wiegt, benötigt mit diesem E-Tretroller jedoch recht lang, bis er die maximale Geschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde erreicht. Apropos maximale Geschwindigkeit: Wir haben per GPS-App nachgemessen. Statt der erlaubten 20 Kilometer pro Stunde plus 10 Prozent Toleranz erreicht der Leqismart A11 meist nur um die 19 Stundenkilometer.
Das Fahrgefühl selbst ist super. Das liegt neben der Position des Motors und dem tief liegendem Trittbrett auch an den 10 Zoll großen Luftreifen, die einen Großteil der Unebenheit auffangen. Derart große Luftreifen sind bei einem E-Scooter des unteren Preissegments selten.
Der Bremsgriff aktiviert die elektrische Motorbremse und die Trommelbremse. Letztere benötigt ein paar Kilometer und einige Bremsungen, bis sie richtig greift. Danach haben wir jedoch nichts mehr zu beanstanden. Die elektrische und damit verlustfreie Motorbremse kann einzeln aktiviert werden, wenn der Fahrer den Bremsgriff nur ganz leicht anzieht. Wir bevorzugen es jedoch, wenn die mechanische und die elektrische Bremse über zwei getrennte Vorrichtungen angesprochen werden kann. Das ist jedoch nicht einmal im mittleren Preissegment immer gegeben. Insgesamt ist die Bremsleistung des Leqismart A11 ausreichend.
Am Akku sparen die Hersteller günstiger E-Scooter gerne. Das ist auch beim Leqismart A11 der Fall. So ist der Stromspeicher nur 280 Wattstunden groß. Wer etwas mehr investiert, bekommt beim E-Scooter E9 Max (Testbericht) satte 360 Wattstunden. Insgesamt ist die Akkukapazität des A11 aber dem günstigen Preis angemessen. Leqismart spricht von 20 bis 30 Kilometer Reichweite. 20 Kilometer könnten je nach Gewicht des Fahrers, der Fahrweise und weiteren Faktoren durchaus drin sein.
Wer mehr zum Thema Akkus in E-Scootern erfahren will, sollte sich unseren Beitrag Top 10: E-Scooter mit größtem Akku im Reichweiten-Test durchlesen. Dort belegt der Eleglide D1 Master (Testbericht) mit einem 1056-Wattstunden-Akku den ersten Platz.
Der Leqismart A11 kostet bei Amazon 269 Euro.
Der Leqismart A11 bietet ziemlich viel für seinen schlanken Preis. Positiv überrascht haben uns seine guten Fahreigenschaften. Das liegt unter anderem an den mit 10 Zoll für die Preisklasse ungewöhnlich großen Luftreifen. Gelungen ist auch das minimalistische Design, der Klappmechanismus, das große Display und die gute Integration des Lichts. Auch die Bremsen sind ausreichend. Weniger gefällt uns der doch recht schwache Motor. Zumindest leichte Fahrer sollten mit ihm aber keine Probleme haben. Auch die Größe des Akkus ist wie in dieser Preiskategorie üblich vergleichsweise gering. Um die 20 Kilometer sollten einige Fahrer dennoch erreichen.
Der E-Scooter E9 Max hat eine Straßenzulassung und bietet für nur 380 Euro einen 350-W-Motor und einen 360-Wh-Akku. Wir haben ihn getestet.
Der E-Scooter E9 Max hat eine Straßenzulassung und bietet für nur 380 Euro einen 350-W-Motor und einen 360-Wh-Akku. Wir haben ihn getestet.
Die Nummer 1 unserer Top 10 der besten E-Scooter ist der Segway Ninebot G30D II Max (Testbericht). Wer ihn will, muss mindestens 740 Euro auf den Tisch legen. Die Nummer 2 (Epowerfun EPF-2 XT 600 Testbericht) und die Nummer 3 (Xiaomi Mi 4 Pro Testbericht) kosten vergleichbar viel Geld. Überhaupt wird es in der gesamten Top 10 selten merklich günstiger. Das ist zum Teil nachvollziehbar, sind die einzelnen Bauteile wie Akku und Motor in gewisser Qualitätsstufe auch entsprechend teuer.
Wer sparen will, kann zum Beispiel zum etwa 430 Euro teuren Xiaomi Mi 1S (Testbericht) greifen. Noch günstiger ist der Doc Green / Explorer ESA 1919 (Testbericht) für etwa 370 Euro. E-Scooter aus China wie der Kugoo Kirin S1 Pro (Testbericht) sind zwar mit etwa 240 Euro noch einmal deutlich günstiger, bieten aber häufig keine Straßenzulassung.
Der uns vorliegende E9 Max kostet bei Iscooterglobal.de nur noch 339 Euro statt 430 Euro. Wem das immer noch zu teuer ist, kann auch zum E9 Klassisch greifen. Dieser kostet 289 Euro, kommt jedoch im Vergleich zum E9 Max mit kleineren 8,5-Zoll-Reifen, 270-Wattstunden-Akku und ohne Federung. Für nur 11 Euro mehr bekommen Käufer beim E9 Aufgerüstet eine zusätzliche Hinterradfederung.
Der E9 Max bietet trotz seines günstigen Preises einige Features, die man sonst vor allem bei etwas teureren Modellen findet. Ob sich der Kauf des E9 Max lohnt, zeigt dieser Testbericht.
Nach dem Auspacken muss der Nutzer zunächst den Lenker über vier mitgelieferte Schrauben an der Lenkstange fixieren. Dann gilt es noch, die mitgelieferte Tasche vor dem Lenker zu montieren – schon kann es losgehen. Wir empfehlen für die Fahrt auf jeden Fall einen Helm. Mehr dazu in unseren Ratgeber Blinker, Notruf & Musik: Deswegen lohnt sich ein smarter Fahrradhelm.
Die Verarbeitungsqualität ist dem günstigen Preis angemessen, kann aber nicht mit hochwertigeren E-Scootern mithalten. So wackelt die Lenkstange leicht und auch das hintere Schutzblech wirkt etwas windig. Insgesamt ist der Lenker weder besonders breit noch besonders hoch. Der E9 Max bietet sich deshalb vor allem für etwas kleinere Fahrer an. Wer über 185 Zentimeter groß ist, kommt beim Fahren schnell in eine gebückte Haltung, die es zu vermeiden gilt. Immerhin verträgt der E9 Max laut Datenblatt eine maximale Zuladung von 120 Kilogramm und ist dabei dennoch mit einem Eigengewicht von nur gut 14 Kilogramm angenehm leicht.
Optisch präsentiert sich der E-Tretroller unauffällig. Er kommt mit den von vielen anderen günstigen E-Scootern gewohntem und bewährtem Rahmen und ist überwiegend in Schwarz gehalten. Einzelne Elemente wie das Bremskabel sind rot, was für einen schicken Kontrast sorgt.
Toll finden wir, dass Iscooterglobal.de dem E9 Max eine Tasche beilegt. Einmal über Klettbänder an der Lenkstange montiert, fasst sie etwa drei Liter. Genug Platz für Netzteil, Wasserflasche, Powerbank und Co.
Der Klappmechanismus ist einfach, aber funktional. Über ihn reduzieren sich die Maße des E-Rollers von 110 × 44 × 115 Zentimeter auf 115 × 44 × 50 Zentimeter. Ein Haken am Lenker rastet am hinteren Schutzblech ein. So kann der E-Scooter zusammengeklappt an der Lenkstange hochgehoben werden.
Auf der rechten Seite des Lenkers sitzt neben dem Haken für den Klappmechanismus außerdem der Daumengriff zum Beschleunigen. Dieser geht angenehm leichtgängig. Auf der linken Seite sitzen die Klingel, der mechanische Bremsgriff und der Daumengriff für die elektrische Bremse. Schön, dass es hier nach wie vor beide Varianten gibt. Hersteller anderer E-Scooter wie der Segway Ninebot G30D II Max (Testbericht) verzichten auf den Daumengriff für die Motorbremse.
Im Bremstest funktioniert die Kombination aus der Scheibenbremse am Hinterrad und der Motorbremse am Vorderrad gut. Auch ein kontrolliertes Abbremsen ist möglich. Wer verlustfrei bremsen will, nutzt den Daumengriff. Auch hier ist ein dosiertes Abbremsen möglich.
In der Mitte sitzt schick in den Lenker integriert das kleine Display. Es zeigt unter anderem die aktuelle Geschwindigkeit und die Akkuladung an. Es spiegelt etwas und kann bei direkter Sonneneinstrahlung nur schwer abgelesen werden. Der einzige Knopf des E-Scooters sitzt direkt unterhalb des Displays. Über ihn schaltet sich der E-Scooter ein und aus, die Unterstützungsstufe kann nicht gewechselt werden. Außerdem regelt der Knopf das Licht. Das Frontlicht ist ausreichend hell und kann in seinem Abstrahlwinkel angepasst werden. Auch das hintere Licht hängt am Stromkreislauf und schaltet sich mit dem Frontlicht ein und aus. Es leuchtet beim Bremsen nicht auf.
Einen Blinker bietet der E9 Max nicht. Das muss er aber auch nicht unbedingt, schließlich kann man für wenige Euro einen nachrüsten. Mehr dazu in unserem Ratgeber Blinker, Federung, GPS & Schloss: Das wichtigste Zubehör für den E-Scooter.
Der E9 Max kommt mit einer eigenen App namens Minirobot. Diese verbindet sich anstandslos und ohne vorherige Registrierung mit dem E-Scooter. Über die App aktiviert der Nutzer unter anderem einen Tempomaten und eine Zero-Start-Option. Zudem zeigt die App Informationen wie die gesamte Betriebszeit, die insgesamt gefahrenen Kilometer, die voraussichtlich verbleibende Reststrecke und einiges mehr. Die App ermöglicht auch ein Firmware-Update.
Der E9 Max kommt mit 10 Zoll großen Honeycomb-Reifen. Diese haben den Vorteil, komplett pannensicher zu sein. Ihr Nachteil: Sie sind deutlich härter als Reifen mit Luftfüllung und übertragen deswegen Unebenheiten wie Steinchen, Bordsteine oder Schlaglöcher direkter auf E-Scooter und Fahrer. Um dies etwas abzumildern, kommt der E9 Max mit einer Federung des hinteren Rads. Diese ist zwar etwas hart eingestellt, hilft dennoch heftige Ruckler auszugleichen.
Die günstige E-Scooter-Variante E9 Klassisch kommt mit kleineren 8,5-Zoll-Reifen und verzichtet auf diese Federung. Wir empfehlen stark, 10 Euro mehr für den E9 Aufgerüstet mit ebendieser Federung zu investieren. Beim Fahren selbst vermittelt der E9 Max ein direktes und sehr wendiges Fahrgefühl.
Der Frontmotor des E9 Max hat eine Nennleistung von 350 Watt und eine Spitzenleistung von 500 Watt. Eine Angabe der Newtonmeter finden wir nicht. Insgesamt ist die Leistung des Motors enttäuschend. Er schafft es zwar, den 80 Kilogramm schweren Testfahrer recht flott auf die maximale erlaubten 20 Kilometer pro Stunde zu beschleunigen, schwächelt aber bereits bei leichten Anstiegen. Wer etwas mehr auf die Waage bringt – immerhin erlaubt der E9 Max eine maximale Zuladung von 120 Kilogramm – könnte mit dem kleinen Motor echte Probleme bekommen.
Der Akku des E9 Max hat eine Kapazität von 360 Wattstunden. Damit soll er laut Hersteller etwa 40 Kilometer weit kommen. Die tatsächliche maximale Reichweite hängt unterdessen von vielen Faktoren wie dem Fahrergewicht, dem Untergrund, den zurückgelegten Höhenmetern, dem Fahrstil, der durchschnittlichen Geschwindigkeit und vielem mehr ab. Wir rechnen bei einem Fahrergewicht von 80 Kilogramm und einer urbanen Nutzung mit viel Stopp-&-Go mit knapp 30 Kilometern, bevor der E9 Max wieder ans Netzteil muss.
Der uns vorliegende E9 Max kostet bei Iscooterglobal.de nur noch 339 Euro statt 430 Euro. Wem das immer noch zu teuer ist, kann auch zum E9 Klassisch greifen. Dieser kostet 289 Euro, kommt jedoch im Vergleich zum E9 Max mit kleineren 8,5-Zoll-Reifen, 270-Wattstunden-Akku und ohne Federung. Für nur 11 Euro mehr bekommen Käufer beim E9 Aufgerüstet eine zusätzliche Hinterradfederung.
Der E9 Max besticht vor allem dank seines günstigen Preises. Dafür geht seine Ausstattung völlig in Ordnung. Er fährt sich angenehm und wendig. Die Bremsen sind gut, die App nützlich, der Akku für den Preis recht groß, die Lichtanlage hell und der Klappmechanismus praktikabel. Toll, dass Iscooter eine Tasche für die Lenkstange beilegt.
Trotzdem gibt es auch Nachteile. Dazu gehören die Honeycomb-Reifen in Verbindung mit der zu harten Federung, die zu viele Ruckler von der Straße an den Fahrer weitergeben. Auch ist der Motor insgesamt zu schwach.
Der Doc Green Explorer ESA 1919 ist mit 300 Euro einer der günstigsten legalen E-Scooter. Im Testbericht überzeugt sein stimmiges Gesamtpaket.
Der Doc Green Explorer ESA 1919 ist mit 300 Euro einer der günstigsten legalen E-Scooter. Im Testbericht überzeugt sein stimmiges Gesamtpaket.
Der elektrische Tretroller Doc Green / Explorer ESA 1919 ist regelmäßig bei Lidl, Edeka und Saturn im Angebot. Gerade bei den erstgenannten ist er häufig ausverkauft. Aktuell hat ihn ATU für sehr günstige 300 Euro im Sortiment. Üblicherweise kosten E-Scooter mit einer vergleichbaren Ausstattung deutlich mehr, so will Trekstor für den ähnlichen EG3178 (Testbericht) gleich mal 460 Euro haben. Aber man kann auch deutlich mehr ausgeben: etwa 1450 Euro für den Egret Ten V4 (Testbericht) oder 1600 Euro für den Metz Moover (Testbericht).
Der ESA 1919 erinnert stark an den guten E-Scooter-Klassiker Xiaomi Mijia M365 (Testbericht) , für den es noch immer (Stand: 05/20) keine Straßenzulassung gibt. Die in weiten Teilen bestehende Baugleichheit hat den Vorteil, dass man weiß, was man bekommt: Einen stabilen und wertig verarbeiteten Allrounder zum günstigen Preis.
Der fixe Lenker ist etwa 110 cm hoch und eignet sich so auch für größere Fahrer. Das passt zur gummierten Trittfläche, die mit einer betretbaren Länge von 43 cm und einer Breite von knapp 15 cm ebenfalls großzügig ausfällt.
Am Lenker selbst befindet sich mittig zwischen den gummierten Haltegriffen ein einfaches, auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut lesbares Display zur Anzeige der aktuellen Geschwindigkeit ohne Nachkommastelle. Vier LEDs zeigen die ungefähr verbleibende Akkukapazität an, darunter sitzt der On-/Off-Button. Leider ist es nicht möglich, die gefahrenen Kilometer einzusehen.
Ein blauer Hebel steuert den Antrieb, ein roter aktiviert die Motorbremse. Außerdem gibt es auf der rechten Seite einen Bremsgriff und auf der linken eine Klingel. Clever gelöst: Der Hebel zum Betätigen der Klingel ist gleichzeitig die Öse, in die im zusammengeklappten Zustand der Haken auf dem hinteren Schutzblech einrastet.
Zusammengeklappt hat der ESA 1919 nur noch eine Höhe von knapp 50 cm und kann an der Lenkstange hochgehoben werden. Damit ist es kein Problem, ihn etwa in die S-Bahn zu tragen oder in den Kofferraum des Autos zu heben. Längeres Tragen führt jedoch schnell zu Ermüdungserscheinungen, immerhin wiegt der ESA 1919 knapp 13 kg. Seine maximale Zuladung beträgt 100 kg.
Der Klappmechanismus selbst macht einen einfachen, aber stabilen Eindruck. Sollte er zu fest oder zu lose sein, kann man ihn über eine Inbusschraube justieren. Damit sich der Hebel etwa während der Fahrt nicht versehentlich von selbst löst, gibt es einen Sicherungshaken. Die Lenkgriffe sind nicht umklappbar.
Sehr schön: Nicht nur das vordere, sondern auch das hintere Licht hängt am Stromkreislauf und kann über den einzigen Knopf in der Mitte des Lenkers ein- oder ausgeschaltet werden. Selbst einige viel teurere E-Scooter wie der ansonsten sehr gute Egret Ten V4 (Testbericht) lösen das schlechter.
Zunächst fällt auf, dass der ESA 1919 keine Federung besitzt – weder zwischen Aufhängung des Hinterrads und Trittbrett wie beim 460-Euro-E-Scooter Trekstor EG3178 (Testbericht) , noch direkt am Vorderrad wie beim massiven Mytier (Testbericht) . Das ist gerade bei Honeycomb-Reifen sehr ungewöhnlich. Denn die Vollgummireifen mit Wabenstruktur fangen deutlich weniger Unebenheiten ab als Luftreifen und geben so Stöße ohne viel Dämpfung an den Tretroller weiter. Das belastet die Bauteile und schüttelt den Fahrer, zum Beispiel beim Überqueren von Ausfahrten mit Kopfsteinpflaster, ordentlich durch. Dafür ist das Fahrgefühl insgesamt sehr stabil, man hat stets das Gefühl der vollen Kontrolle.
Ein Vorteil der Honeycomb-Reifen ist ihre Pannensicherheit: Wo keine Luft ist, kann auch kein Platten entstehen. Dafür rutscht man mit ihnen auf nasser Fahrbahn schneller weg und hat einen deutlich längeren Bremsweg.
Der Fahrer kann über einen Doppeldruck auf den Knopf zwischen dem auf 15 km/h gedrosselten Eco-Modus und dem normalen 20-km/h-Modus wechseln. Auch im normalen Modus ist die Beschleunigung moderat und nicht zu vergleichen mit dem Metz Moover (Testbericht), eher mit dem gemächlichen Soflow S06 (Testbericht). Der Motor mit der Nennleistung von 350 Watt schafft es kaum einen 85-kg-Fahrer auf die maximale Geschwindigkeit von 20 km/h zu beschleunigen. Trotzdem bringt uns der ESA 1919 auch auf steileren Straßen voran. Falls es zu steil wird, kann man mit dem Fuß nachhelfen.
Der Bremsgriff auf der rechten Seite des Lenkers löst gleichzeitig die mechanische Scheibenbremse am Hinterrad und die elektrische Motorbremse am Vorderrad aus. Das haben wir bereits beim Trekstor EG3178 (Testbericht) gesehen und waren schon dort wenig begeistert. Denn während man mechanisch mit der Scheibenbremse sanft bremsen kann, kennt die Motorbremse nur die Zustände ein und aus. So führt man auch beim leichten Anziehen der Bremse stets eine halbe Vollbremsung durch, was gerade für Anfänger richtig gefährlich sein kann. Nach einer gewissen Zeit gewöhnt man sich daran, vor jedem Bremsen zunächst den eigenen Körper deutlich nach hinten zu lehnen. Dabei scheint der ESA 1919 eine stärkere Motorbremse als der Trekstor EG3178 zu haben, zumindest wirkt das Bremsen deutlich abrupter.
Wer nur die elektrische Bremse betätigen will, kann das mit dem Hebel auf der rechten Seite des Lenkers tun. Allerdings besteht hier die Gefahr, mit dem Vorderrad wegzurutschen. Das könnte wegen des schlechten Grips der Honeycomb-Reifen gerade bei nasser Fahrbahn passieren.
Vorteil der automatischen Kombination von mechanischer und elektrischer Bremse: Der Bremsweg ist sehr kurz, im Grunde mit etwas über 2 Metern aus voller Fahrt, 85 kg Zuladung und trockenem Asphalt sogar der kürzeste Wert aller von uns getesteten E-Scooter.
Der fest eingebaute Akku hat eine Kapazität von 259 Wh. Einmal leer benötigt das 63-W-Netzteil knapp 6 Stunden, um ihn wieder vollzupumpen. Laut Hersteller soll der ESA 1919 mit einer Akkuladung 22 km weit kommen. Damit stapelt man deutlich tiefer als die meisten anderen E-Scooter. Trotzdem erreichen wir in der Praxis den Wert nicht, kommen bei 85 kg auf ebener Strecke auf gut 15 km.
Der Doc Green Explorer ESA 1919 kostet bei Autoteile Unger (ATU) dauerhaft 300 Euro. Das ist ein sehr guter Preis für einen vollausgestatteten E-Scooter und unterbietet den bisher günstigsten von uns getesteten E-Tretroller um mehr als 150 Euro.
Der ESA 1919 ist für seine aktuell aufgerufenen 300 Euro unser Preis-Leistungs-Sieger. Klar müssen Käufer gerade im Vergleich zu teureren Modellen Abstriche in Kauf nehmen. So beschleunigt er zu gemächlich, was ihn für schwere Personen disqualifiziert. Auch fehlt in Kombination mit den Honeycomb-Reifen eine Federung, um das Fahrgefühl weicher zu gestalten und die Bauteile zu entlasten.
Richtig nervig und im schlimmsten Fall sogar gefährlich können die Bremsen sein, die stets zu abrupt einsetzen. Dafür hat er aber auch den kürzesten Bremsweg aller von uns getesteten E-Scooter. Gut ist auch seine Verarbeitung, das sichere Fahrgefühl, die Integration des Lichts und der Klappmechanismus. Selbst die Reichweite, die mit gut 15 km eher moderat ausfällt, ist in Anbetracht des günstigen Kaufpreises von 300 Euro absolut in Ordnung. Der Doc Green Explorer ESA 1919 erhält damit unsere Kaufempfehlung.
Der Ninebot Kickscooter F2 Pro D glänzt mit starkem Motor, hohem Fahrkomfort, guten Bremsen und dickem Akku. Dabei kostet er nicht einmal 600 Euro. Wir haben ihn getestet.
Der Ninebot Kickscooter F2 Pro D glänzt mit starkem Motor, hohem Fahrkomfort, guten Bremsen und dickem Akku. Dabei kostet er nicht einmal 600 Euro. Wir haben ihn getestet.
Ninebot by Segway ist neben Xiaomi der in Deutschland beliebteste Hersteller von E-Scootern. Zu Recht! Der mittlerweile etwa zwei Jahre alte Ninebot by Segway G30D II (Testbericht) führte die letzten Monate souverän unsere Bestenliste E-Scooter an. Mittlerweile steht sein Nachfolger in den Regalen. Der Ninebot by Segway Max G2D (Testbericht) bessert an entscheidenden Stellen nach und ist damit sogar noch besser als der G30D II. Besonders hervorzuheben sind die tollen Bremsen und die gute Federung.
Die G-Serie markiert das Premium-Segment von Ninebot. Die E-Serie sieht sich im Einsteiger- und die F-Serie im Mittelklasse-Segment. In diesem Test schauen wir uns den Ninebot Segway F2 Pro an – das Topmodell der F-Serie. Auf dem Papier bietet der F2 Pro so ziemlich alles, was man von einem guten E-Scooter erwartet. Dabei kostet er weniger als andere E-Scooter mit vergleichbaren Spezifikationen. Ninebot will für den F2 Pro 649 Euro. Andere Händler unterbieten dieses Angebot deutlich. Wir schauen uns den Ninebot Segway F2 Pro hier im Test ganz genau an.
Aufpassen müssen Käufer in Deutschland bezüglich der ABE-Zulassung. Der F2 Pro D regelt bei 20 Kilometern pro Stunde ab und darf mit Versicherungskennzeichen legal in Deutschland fahren. Der F2 Pro E fährt bis zu 25 Kilometer pro Stunde und hat keine Zulassung für deutsche Straßen.
Wie üblich, gestaltet sich der Aufbau auch beim Ninebot F2 Pro sehr leicht. Im Grunde muss lediglich der Lenker eingesetzt und über vier Schrauben fixiert werden. Vor der ersten Fahrt sollte man dennoch alle Schrauben nachziehen und den Reifendruck prüfen.
Optisch gefällt er uns gut. Er ist überwiegend in Schwarz gehalten, bietet jedoch einige orangefarbene Elemente, die ihn optisch aufwerten. Das Trittbrett ist lang und breit, aber nicht dick. Der Faltmechanismus reduziert seine Maße von 116 × 57 × 125 Zentimeter auf 116 × 57 × 55 Zentimeter. Zusammengeklappt kann man den knapp 18 Kilogramm schweren E-Scooter an der Lenkstange hochheben.
Der Lenker ist vergleichsweise breit, die Griffe angenehm dick und gummiert. Auch bei längerer Fahrt sollten so keine Schmerzen im Handgelenk entstehen. Allerdings geht der Gasgriff, der wie üblich auf der rechten Seite sitzt, etwas straff. Auf der linken Seite liegt neben der Klingel die Bedieneinheit für Blinker und Hupe. Wir finden es super, dass der F2 Pro sowohl eine klassische Klingel als auch eine elektrische Hupe besitzt. So kann man etwa Fußgänger mit der Klingel auf sich aufmerksam machen, die vielleicht durch eine elektrische Hupe erschrecken würden. Die laute Hupe wiederum bietet sich bei Autos an.
Der Blinker sitzt an den Griffenden und ist hell genug, um auch bei Sonnenschein von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen zu werden. Wer einen E-Scooter ohne Blinker besitzt, kann diese relativ einfach und günstig nachrüsten. Mehr dazu in unserem Ratgeber Zubehör & Tuning für E-Scooter: Blinker, smarte Schlösser, GPS-Tracker & Co.
In der Mitte des Lenkers befindet sich das Display. Es zeigt die aktuelle Geschwindigkeit, den Licht- und Bluetooth-Status sowie die Akkukapazität in fünf Balken an. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist es nicht immer gut ablesbar. Der einzige Knopf unterhalb des Displays schaltet den E-Scooter ein und aus, regelt die Unterstützungsstufe und das Licht. Ninebot legt dem F2 Pro einen Haken bei, der am Lenker befestigt Taschen und Tüten hält.
Wer nach dem Zusammenbau den E-Scooter einschaltet und sich auf eine erste Spritztour freut, wird zunächst enttäuscht. Denn der Ninebot F2 Pro D piepst zunächst genervt vor sich hin und beschleunigt lediglich auf Schritttempo. Um alle Funktionen nutzen zu können (und das Gepiepse aus dem Ohr zu bekommen), muss der Käufer sich zunächst mit der Segway-App registrieren und den E-Scooter verbinden. Nun dauert es etwa fünf Minuten, bis alle Updates installiert sind.
Über die App kann der Fahrer zusätzliche Daten wie die gesamt gefahrenen Kilometer oder die Restreichweite einsehen. Außerdem können hier Strecken aufgezeichnet werden. Die App nutzt dafür das GPS des Smartphones und stellt den Streckenverlauf anschließen grafisch auf einer Karte dar.
Zudem erlaubt die App, die Stärke der Energierückgewinnung zu definieren, ein Ladelimit zu bestimmen oder eine Verriegelungsfunktion zu aktivieren. Der vierstellige Code zum Entsperren kann komfortabel über Blinkertasten und Bremshebel eingegeben werden. Versucht jemand, ohne Eingabe des richtigen Codes den elektrischen Roller wegzuschieben, aktivieren sich der Blinker sowie die Motorbremse und der F2 Pro fängt an, leise zu piepsen. Legt ein Dieb die Hand auf das Display, ist bei urbanen Umgebungsgeräuschen das Piepen kaum noch zu hören. Warum Ninebot als Alarm nicht die elektrische Hupe ansteuert, ist uns ein Rätsel. Ohnehin hält sich der tatsächliche Diebstahlschutz in Grenzen. Denn zusammenklappen und wegtragen geht auch mit aktivierter Verriegelung.
Der beste Diebstahlschutz ist nach wie vor, den E-Scooter mit einem guten Schloss anzubinden. Dafür eignet sich der F2 Pro gut, bietet er doch direkt vor dem Trittbrett eine sichere und stabile Befestigungsmöglichkeit für Schlösser. Mehr dazu in unserem Ratgeber Diebstahlschutz für Fahrrad, E-Bike & E-Scooter: Alarm, GPS-Tracker & Schlösser.
Beim Premium-E-Scooter Ninebot by Segway Max G2D (Testbericht) waren wir vom starken Motor begeistert. Noch begeisterter sind wir davon, dass Ninebot beim deutlich günstigeren F2 Pro scheinbar den gleichen Motor verwendet. Wieder bietet der 36-V-Motor am Hinterrad eine Nennleistung von 450 Watt und eine Spitzenleistung von 900 Watt. Wieder wissen wir nichts von dessen Newtonmeter. Und wieder beschleunigt er uns rekordverdächtig schnell unseren Testhügel hinauf. Dabei müsste der F2 Pro sogar etwas schneller sein als der Max G2, schließlich wiegt der F2 Pro etwa 6 Kilogramm weniger.
Im Sportmodus zeigt das Display maximal 22 Kilometer pro Stunde an. Per GPS nachgemessen sind das reelle 21 Kilometer pro Stunde. Damit bewegt sich der F2 Pro im legalen Rahmen von erlaubten 20 Kilometer pro Stunde plus 10 Prozent.
Der Bremshebel auf der linken Seite des Lenkers aktiviert gleichzeitig die mechanische Scheibenbremse am Vorderrad und die elektrische Motorbremse am Hinterrad. Ein sanftes Abbremsen ist mit etwas Fingerspitzengefühl möglich. Bei einer Vollbremsung kommt der Ninebot F2 Pro schnell zum Stehen. Allerdings fehlt ihm die Antiblockierfunktion des Ninebot Max G2. Wer etwa auf Kies oder Schotter abrupt bremst, muss mit dem Blockieren des Vorderrads rechnen, was im schlimmsten Fall zu einem Sturz führt.
Die 10 Zoll großen Räder mit schlauchlosen Luftreifen mildern im Zusammenspiel mit der hydraulischen Federung am Vorderrad die meisten Stöße effizient ab. Schnelles Fahren auf Feldwegen sind möglich, schütteln auf Dauer den Fahrer dennoch zu stark durch. Wer regelmäßig Feldwege fahren will, sollte auf eine zusätzliche Federung am Hinterrad achten, wie sie der Max G2 bietet.
Auffällig ist beim Fahren die hohe Wendigkeit des F2 Pro. Kleine scharfe Kurven meistert er mit Bravour. Uns gefällt auch der große Abstand zwischen Trittbrett und Boden von stets mindestens elf Zentimetern. Bordsteine sind mit ihm kein Problem. Zum Vergleich: Der gute Epowerfun EPF-2 City (Testbericht) hat eine Bodenfreiheit von weniger als sechs Zentimetern.
Der Akku des F2 Pro hat eine Kapazität von 460 Wattstunden. Das ist für den aufgerufenen Preis viel. Ninebot schreibt von einer maximalen Reichweite von 55 Kilometer. Wir gehen bei einer urbanen Nutzung mit viel Stop & Go, einem Fahrergewicht von 85 Kilogramm und milden Temperaturen von einer Reichweite von über 40 Kilometern aus. Mehr zum Thema in unserer Bestenliste der E-Scooter mit dem größten Akku.
Der Ninebot by Segway F2 Pro D kostet direkt bei Ninebot etwa 649 Euro. Wir empfehlen einen Blick in den hier eingebetteten Preisvergleich von Geizhals.
Wer mit dem E-Scooter legal in Deutschland fahren will, sollte dringend darauf achten, nicht versehentlich den F2 Pro E zu kaufen. Dem fehlt die ABE-Zertifizierung. Dafür beschleunigt er bis 25 Kilometer pro Stunde, bevor sich der Motor abschaltet.
Wir kennen keinen anderen E-Scooter, der für einen Preis von gut 500 Euro derart viel bietet wie der Ninebot by Segway F2 Pro. Sein Motor ist ausgesprochen stark, die Verarbeitungsqualität hoch, die Bremsen gut und der Akku groß. Dazu bietet er sogar einen Blinker, eine Federung der Vordergabel und gute 10-Zoll-Luftreifen. Seine Wendigkeit ist hervorragend.
Das Display dürfte für unser Empfinden gerne etwas heller, sein, ist es doch bei direkter Sonneneinstrahlung nur schwer ablesbar. Nervig ist der Registrierungszwang über die App. Der Diebstahlschutz ist im Grunde eine gute Idee. Allerdings hätte man hier die lautere Hupe als Alarmsignal nutzen sollen.
Der Niu Kqi3 Sport zeigt im Test viele Stärken wie eine sehr gute Verarbeitung und gutes Fahrverhalten zum fairen Preis. Doch er hat auch eine Schwäche.
Der Niu Kqi3 Sport zeigt im Test viele Stärken wie eine sehr gute Verarbeitung und gutes Fahrverhalten zum fairen Preis. Doch er hat auch eine Schwäche.
Niu hat sich in den letzten Jahren vor allem durch seine E-Roller einen Namen gemacht. So gefällt uns etwa der Niu NGT (Testbericht) ausgesprochen gut. Er überzeugt durch seine tollen Fahreigenschaften, die gute Verarbeitung und Batterie. Seine Erfahrungen aus dem E-Roller-Bereich will Niu nun auch bei E-Scootern ausspielen. Ob das gelingt und wie sich der Niu Kqi3 Sport im Vergleich zu anderen guten E-Scootern (Bestenliste) schlägt, zeigt dieser Testbericht.
Wie bei E-Scootern üblich muss der Käufer nach dem Auspacken mit vier Schrauben den Lenker an der Lenkstange befestigen. Danach kann es direkt losgehen. Die Optik des Niu Kqi3 Sport gefällt uns richtig gut. Auffälligstes Merkmal ist sein geschwungener Rumpf, in dessen Mitte das mit 17 Zentimeter sehr breite, mit 47 Zentimeter aber nur durchschnittlich lange Trittbrett sitzt. Wir haben die blaue Variante vorliegen. Es gibt ihn aber auch mit weißen und roten Elementen und in einer komplett schwarzen Ausführung.
Insgesamt wirkt er massiv. Alles an ihm scheint gut und durchdacht integriert. So hat es Niu geschafft, die meisten Kabel clever zu verstecken. Die Kabel der Bremse und des Gashebels verschwinden nicht wie bei anderen E-Tretrollern erst in der Lenkstange, sondern bereits im Lenker selbst. Die Lenkstange ist ausgesprochen robust, das hintere Schutzblech ist fest und hält auch mal einen Tritt aus. Überhaupt wackelt nichts. Der Niu Kqi3 Sport ist einer der am besten verarbeiteten E-Scooter, den wir bisher testen durften.
Insgesamt eignet sich der Niu Kqi3 Sport besonders gut für größere Fahrer. Sein Lenker ist knapp 116 Zentimeter hoch und in seiner Höhe fixiert. Der E-Scooter ist 117 Zentimeter lang und der Lenker 54 Zentimeter breit. Der Klappmechanismus ist wie von aktuellen E-Scootern gewohnt sehr einfach: Sicherungshebel lösen, Lenkstange umklappen und einrasten, fertig. Eine kleine Besonderheit stellt der Einrastmechanismus dar, der beim Niu Kqi3 Sport über einen eignen mechanischen Knopf gelöst wird. An der Lenkstange kann der 18,5 Kilogramm schwere E-Scooter hochgehoben werden. Seine Faltmaße betragen 50 x 117 x 54 Zentimeter. Das maximale Zuladungsgewicht liegt bei 120 Kilogramm.
Am Lenker sitzt nur eine Bremse. Sie spricht sowohl die elektrische Motorbremse am Hinterrad als auch mechanische Scheibenbremse am Vorderrad an. Wer sie leicht betätigt, bremst ausschließlich elektrisch. Erst beim festeren Anziehen greift auch die Scheibenbremse. Das ist gut gelöst, so kann der Fahrer verlustfrei abbremsen und dabei gleich noch das Energierückgewinnungssystem nutzen. Der Bremsweg selbst ist bei einer Vollbremsung etwas länger, als wir es bei vielen anderen E-Scootern gesehen haben. Trotzdem geht er noch in Ordnung.
Auf der rechten Seite sitzt der Gashebel. Dieser ist für unser Empfinden etwas zu straff. Bei längeren Fahrten könnte er am Daumen Schmerzen verursachen. Auf der linken Seite sitzt die aufgesetzte Glocke. Die Griffe sind verhältnismäßig klein, aber gut gummiert. Vor dem Lenker sitzt als optischen Element eine Art Visier.
Das Display ist mittig am Lenker, recht groß und auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar. Es zeigt neben der aktuellen Geschwindigkeit auch den gewählten Fahrmodus und die Restkapazität des Akkus in Balken an. Der einzige Knopf am Niu Kqi3 Sport befindet sich unterhalb des Displays.
Das Frontlicht sitzt mittig unterhalb des Lenkers. Es ist für einen E-Scooter ausgesprochen groß und wirft einen breiten und hellen Kegel nach vorn, der in seiner Höhe angepasst werden kann. Das Rücklicht leuchtet etwas weniger stark, ist aber dennoch im Dunklen ausreichend gut zu erkennen. Es leuchtet beim Bremsen hell auf.
Die Niu-App erfordert zunächst eine Registrierung mit einer E-Mail-Adresse. Nach dem ersten Verbinden führt ein kurzes Tutorial in die Nutzung des E-Scooters ein. Die App selbst hat nur einen begrenzten Mehrwert. Über sie kann man etwa die Firmware aktualisieren, die Stärke der Energierückgewinnung bestimmen und die maximale Geschwindigkeit begrenzen. Außerdem erlaubt sie die Aufzeichnung der Fahrten inklusive Kilometerstand, Fahrzeit, Durchschnittsgeschwindigkeit und mehr. Die App integriert Kartenmaterial aus Google Maps.
Der Niu Kqi3 Sport fährt sich fantastisch. Das liegt vor allem an der hervorragenden Verarbeitung und seines trotz der massiven Verarbeitung agilen Fahrverhaltens. Die 9,5 Zoll großen Luftreifen fangen einen Großteil leichter Unebenheiten ab. Die Lenkstange sitzt ausgesprochen fest und wackelt nicht.
Niu gibt die Nennleistung des Motors mit 300 Watt und die Spitzenleistung mit 600 Watt an. Das ist weniger, als es viele andere E-Scooter bieten. Zum Vergleich: Der Motor des ausgesprochen starken E-Scooter Vmax VX2 (Testbericht) bringt eine Nennleistung von 500 Watt und 1300 Watt in der Spitze. Entsprechend gemächlich beschleunigt der Niu. Bei der Endgeschwindigkeit nimmt es der Roller sehr genau und begrenzt sie auf 20 Kilometer pro Stunde. Andere E-Scooter nutzen die 10-Prozent-Toleranz aus und beschleunige legal bis 22 Kilometer pro Stunde.
Die Kapazität des Akkus beträgt 365 Wattstunden. Wer sich für die Pro-Variante entscheidet, bekommt nicht nur einen etwas stärkeren Motor, sondern auch einen mit 486 Wattstunden größeren Akku. Niu behauptet, dass man bereits bei der kleinen Sport-Variante bis zu 40 Kilometer weit kommt.
Wie eigentlich immer, ist dieser Wert übertrieben, da unter Idealbedingungen gemessen. Faktoren wie das Gewicht des Fahrers, die gefahrene Geschwindigkeit, die Außentemperatur, die zurückgelegten Höhenmeter und vieles mehr beeinflussen die reale Reichweite maßgeblich. Wir gehen davon aus, dass ein etwa 90 Kilogramm schwerer Fahrer in der Stadt mit viel Stopp & Go etwa 20 Kilometer weit kommt, bevor der E-Scooter wieder als mitgelieferte Netzteil muss. Für eine volle Ladung benötigt man etwa sechs Stunden.
Der Niu Kqi3 Sport kommt zu einer UVP von 700 Euro. Viele Händler verkaufen ihn aber bereits für 600 Euro. Für die Pro-Variante zahlt man etwa 100 mehr.
Beim Niu Kqi3 Sport handelt es sich um einen rundum gelungenen E-Scooter. Besonders seine hohe Verarbeitungsqualität, die durchdachte Optik und das sehr gute Fahrverhalten stechen positiv hervor. Auch das Licht ist richtig gut, das Display gut ablesbar und der Klappmechanismus durchdacht. Die Bremsen sind eher durchschnittlich, aber dennoch brauchbar. Die Akkukapazität hätte für unser Empfinden gerne etwas höher ausfallen dürfen. Auch der Motor könnte für einige, etwas schwerere Fahrer zu schwachbrüstig sein. Wer etwa 100 Euro mehr investiert und zur Pro-Variante des Niu Kqi3 greift, erhält einen etwas stärkeren Motor und einen deutlich größeren Akku. Unserer Meinung nach lohnt sich der Aufpreis.
Wer nach Alternativen sucht, sollte sich den Segway Ninebot G30D II Max (Testbericht) genauer anschauen. Auch der Xiaomi Mi Scooter Pro 2 (Testbericht) ist richtig gut.
Der Kugoo Kirin gehört mit 230 Euro zu den günstigsten E-Scootern am Markt. Ob sich der Kauf lohnt, zeigen wir im Testbericht.
Der Kugoo Kirin gehört mit 230 Euro zu den günstigsten E-Scootern am Markt. Ob sich der Kauf lohnt, zeigen wir im Testbericht.
Chinesische E-Scooter bieten meist ein fantastisches Preis-Leistungs-Verhältnis. Das zeigten zuletzt der robuste E-Scooter mit Wechselakku Mankeel Pioneer (Testbericht), der schnelle Offroad-Elektro-Scooter Eleglide D1 Master (Testbericht) und der perfekt gefederte Kugoo Kirin G3 (Testbericht). Das Alleinstellungsmerkmal des Kugoo Kirin S1 Pro: Er unterbietet die allermeisten E-Scooter im Preis. Bei chinesischen Händlern kostet er zwischen 230 und 300 Euro.
Eines bietet er wie die allermeisten anderen chinesischen E-Tretroller jedoch ebenfalls nicht: Der Kugoo Kirin S1 Pro hat keine Zulassung für deutsche Straßen. Erlaubt ist er etwa auf dem Camping-Platz und privaten Bereichen wie ein großes Firmengelände. Auch in vielen weiteren europäischen Ländern dürfen E-Scooter ohne Straßenzulassung fahren.
Der Kugoo Kirin S1 Pro kommt in einem vergleichsweise kleinen Karton. Nach dem Auspacken und Anschrauben des Lenkers zeigt sich, dass auch der E-Scooter selbst ziemlich klein geraten ist. Der Lenker ist lediglich 109 Zentimeter hoch und 43 Zentimeter breit. In der Länge erreicht der E-Scooter auf 110 Zentimeter. Zum Vergleich: Der legale Xiaomi Mi Scooter Pro 2 (Testbericht) ist 117 Zentimeter hoch und 115 Zentimeter lang.
Wegen seiner recht geringen Maße ist der Kirin S1 Pro für größere Fahrer auf Dauer ergonomisch nicht optimal. Der Hebel, um die Lenkstange umklappen zu können, wird mit dem Fuß betätigt. Die Lenkstange rastet am Scharnier selbst ein, so muss der Lenker für den Transport nicht mit dem hinteren Schutzblech verbunden werden, um den E-Scooter hochzuheben. Mit einem Gewicht von unter 17,5 Kilogramm gehört der Kirin S1 Pro zu den leichteren E-Scootern am Markt. Trotzdem bietet er eine Tragfähigkeit von stolzen 120 Kilogramm. Zusammengeklappt verringern sich seine Maße auf 110 x 43 x 34 Zentimeter. Er ist nach IP45 gegen das Eindringen von Spritzwasser und Staub geschützt.
Am schmalen Lenker sitzt mittig das LED-Display. Dort sieht der Fahrer die Geschwindigkeit, die gewählte Unterstützungsstufe, den Akkustand in Balken und die insgesamt zurückgelegten Kilometer. Der Druckknopf zum Ein- und Ausschalten des E-Scooters geht etwas zu straff. Über ihn regelt der Fahrer auch die Unterstützungsstufe und das Licht. Auf der linken Seite sitzt neben dem gummierten Haltegriff der Daumenhebel für die elektrische Bremse, auf der rechten Seite sitzt der Gasgriff. Das war's. Mehr gibt es am Lenker nicht. Wir vermissen etwa Bremsgriffe und eine Glocke.
Das Frontlicht sitzt mittig auf der Höhe des Lenkers. Es ist nicht besonders hell und dient eher dazu gesehen zu werden, als tatsächlich den Weg auszuleuchten. Das Rücklicht hängt ebenfalls am Stromkreislauf und schaltet sich mit dem Frontlicht ein und aus. Beim Bremsen mit der elektrischen Motorbremse fängt es an zu blinken.
Das gummierte Trittbrett hat eine anständige Länge von 52 Zentimetern und eine Breite von 15 Zentimetern. Beim Fahren wirkt der Lenker etwas wackelig. Das liegt hauptsächlich an der hinteren Federung. Diese und die leichte Federung des Vorderrads sind auch dringend nötig. Denn die nur 8 Zoll großen Vollgummireifen mit Wabenstruktur fangen Unebenheiten, Steine und Schlaglöcher kaum ab. Vorteil der Gummireifen: Sie sind pannensicher.
Der Heckmotor hat eine Nennleistung von 350 Watt (Spitzenleistung 480 Watt) mit 12,8 Newtonmeter bei 36 Volt. Damit gehört er nicht zu den allerstärksten Motoren, muss sich aber auch nicht verstecken. Unseren Testhügel bewältigt der Kirin S1 Pro anständig. Wer jedoch deutlich über 100 Kilogramm wiegt, für den könnte die Motorisierung zu schwach sein. Die drei Unterstützungsstufen regeln die Höchstgeschwindigkeit. Stufen 1 beschleunigt bis 12, Stufen 2 bis 20 und Stufe 3 bis 30 Kilometer pro Stunde.
Zusätzlich zur dosierbaren elektrischen Bremse steht eine Schutzblechbremse durch das Treten auf eben jene bereit. Beide greifen am Hinterrad. Wir hätten uns eine zusätzliche Bremse für das Vorderrad gewünscht. Bei einer Vollbremsung benötigt der Kirin S1 Pro länger als viele anderen E-Scooter, bevor er zum Halten kommt.
Der Akku des Kugoo Kirin S1 Pro hat eine Kapazität von 270 Wattstunden. Kugoo gibt an, mit einer Akkuladung etwa 30 Kilometer weit zu kommen. Wie immer ist dieser Wert mit Vorsicht zu genießen. Er wurde unter Idealbedingungen mit wenig Zuladung, warmen Wetter, niedriger Geschwindigkeit, gerader asphaltierter Strecke und weiteren nicht immer gegebenen Voraussetzungen gemessen. Wir gehen bei gemischter Nutzung und 90 Kilogramm Zuladung von 15 bis 20 Kilometer Reichweite aus. Über das mitgelieferte Netzteil ist der E-Scooter in maximal fünf Stunden wieder voll.
Der Kugoo Kirin S1 Pro kostet bei Geekmaxi 220 Euro.
Für 230 Euro kann sich der Kugoo Kirin S1 Pro wirklich sehen lassen. Uns gefällt besonders seine recht stabile Verarbeitung, die hohe Mobilität dank des geringen Gewichts und der geringen Maße, der angemessen starke Motor und die passable Federung. Auch die Akkukapazität geht für den aufgerufenen Preis völlig in Ordnung. Der Klappmechanismus ist gar richtig gut.
Weniger gut ist der Verzicht auf eine Glocke und vor allem auf eine Scheiben- oder Trommelbremse. Das verlängert den Bremsweg, was sicherheitsrelevant sein kann. Auch die Reifen sind mit 8 Zoll etwas zu klein.
Trotzdem ist der Kugoo Kirin einer der besten E-Scooter seiner Preisklasse, den wir bisher testen konnten. Wer einen günstigen E-Scooter für private Wege sucht, ist mit ihm gut beraten. Wer jedoch etwa 200 Euro mehr investieren kann, der sollte sich Alternativen wie den Xiaomi Mi Scooter Pro 2 (Testbericht) anschauen.
Der VX5 ST ist das Einstiegsmodell von Vmax. Trotz seines günstigen Preises bietet er einen starken Motor, gute Bremsen und Luftreifen. Wir haben den E-Scooter mit Straßenzulassung getestet.
Der VX5 ST ist das Einstiegsmodell von Vmax. Trotz seines günstigen Preises bietet er einen starken Motor, gute Bremsen und Luftreifen. Wir haben den E-Scooter mit Straßenzulassung getestet.
Als wir den Vmax VX2 ST (Testbericht) im Juni 2022 in der Redaktion hatten, überzeugte uns der E-Scooter vor allem dank des starken Motors. Aber auch die Reichweite, der gute Klappmechanismus, die robuste Verarbeitung und die guten Bremsen standen auf der Habenseite. Weniger gut gefiel uns das hintere Schutzblech, das spiegelnde Display und die fehlende Federung.
Der Vmax VX5 ST ist der Nachfolger des VX3, ähnelt aber auch dem teureren VX2 ST in vielen Punkten. Neben dem VX5 ST verkauft Vmax ihren Einsteiger-E-Scooter auch als VX5 GT mit etwas größerem Akku. Dass der VX5 sein Geld wert ist und sogar die ein oder andere Schwäche des VX2 ST ausbügeln kann, zeigt unser Testbericht.
Optisch ähnelt der VX5 ST dem VX2 ST. Auffälligster Unterschied: Die Luftreifen sind von 10 Zoll auf 8,5 Zoll geschrumpft. Der E-Tretroller ist komplett in einem dunklen Grau gehalten. Abgesehen vom Hecklicht und den orangefarbenen Katzenaugen gibt es keine farbigen Highlights. Das verleiht ihm eine gewisse Eleganz. Allerdings wird es sicherlich auch einige geben, die sein Äußeres als langweilig empfinden.
Bezüglich der Verarbeitung haben wir nichts am VX5 ST auszusetzen. Im Gegensatz zum VX2 ST ist diesmal sogar sein hinteres Schutzblech stabil genug, um den ein oder anderen Tritt wegzustecken. Sein Klappmechanismus ist einfach und funktionell. Zusammengeklappt kann man den E-Scooter an der Lenkstange zum Tragen hochheben.
Die Haltegriffe am Lenker sind groß und ergonomisch geformt. Sie geben beim Fahren einen guten Halt. Premium-Features wie einen Blinker hat der Vmax VX5 ST nicht. Die Klingel auf der linken Seite ist schick integriert. Die Bremshebel links und rechts betätigen die Trommelbremsen am vorderen und hinteren Rad. Mit ihnen aktiviert sich gleichzeitig die Motorbremse. Einen zusätzlichen Daumengriff, um ausschließlich die verlustfreie Motorbremse zu nutzen, gibt es nicht. Wer das will, kann jedoch die Griffe der Trommelbremse ganz leicht anziehen. Insgesamt bremst der VX5 ST sehr gut. Allerdings mussten wir einige Kilometer fahren, bis die Trommelbremsen richtig zupackten.
Auf der rechten Seite des Lenkers sitzt der Daumengriff für die Motorsteuerung. Sie ist feinfühlig und leichtgängig. Die beiden Taster daneben wirken etwas stabiler als noch beim VX2 ST. Mit ihnen schaltet der Fahrer den E-Scooter ein und aus, wechselt den Fahrmodus und steuert das Licht. Das Frontlicht ist ausreichend hell, um im Dunkeln von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen zu werden. Das Hecklicht schaltet sich ebenfalls mit dem Frontlicht ein und aus. Es leuchtet zusätzlich beim Bremsen auf – ein Vorteil gegenüber dem deutlich teureren Vorjahresmodell VX2 ST. Direkt unter dem Hecklicht kann der Fahrer das in Deutschland verpflichtend benötigte Versicherungskennzeichen anbringen.
Das Display sitzt mittig am Lenker und erinnert stark an das Display des VX2 ST – mit allen Vor- und Nachteilen. So ist es angenehm groß und zeigt deutlich die wichtigsten Parameter wie die aktuelle Geschwindigkeit, den Fahrmodus und die Akkurestkapazität in fünf Balken an. Allerdings spiegelt es bei direkter Sonneneinstrahlung leider genauso stark wie das Display des VX2 ST.
Wer will, kann den E-Scooter mit einer App verbinden. Dort ist es unter anderem möglich, eine Motorbremse zu aktivieren. Das soll einen Diebstahl erschweren. Allein darauf sollte sich jedoch keiner verlassen, schließlich kann jeder Dieb den 16,2 Kilogramm schweren E-Scooter einfach davontragen. Mehr zum Thema in unserem Ratgeber Diebstahlschutz für Fahrrad, E-Bike & E-Scooter: Alarm, GPS-Tracker & Schlösser.
Gleich vorweg: So stark wie beim VX2 ST ist der Motor des VX5 ST nicht. Das deuten bereits die Leistungswerte an. So hat der VX2 ST einen 500-Watt-Motor, während Vmax in den VX5 ST einen Motor mit 400 Watt Leistung packt. Trotzdem beschleunigt der Vmax VX5 ST flotter als die meisten anderen E-Scooter für unter 500 Euro. Auch schwerere Personen (Zuladung von bis zu 120 Kilogramm) beschleunigt er in angemessener Zeit auf die maximal erlaubten 20 Kilometer pro Stunde, die er per GPS nachgemessen auch erreicht. Wir empfehlen beim Fahren dringend das Tragen eines Helms (Ratgeber).
Während der Fahrt zeigt sich der VX5 ST wenig. Er reagiert schnell und präzise auf unsere Manöver. Allerdings hätte das Trittbrett gerne etwas größer ausfallen dürfen. Bodenwellen, Schlaglöcher, Steinchen und weitere kleine Hindernisse schluckt der E-Scooter weniger gut weg als der VX2 ST. Das liegt vor allem an den auf 8,5 Zoll geschrumpften Reifen. Dank ihrer Luftfüllung sind sie dennoch den allermeisten Vollgummi- oder Honeycomp-Reifen bezüglich der weitergegebenen Erschütterungen überlegen. Leider hat es Vmax versäumt, eine Federung einzubauen.
Der Akku im VX5 ST hat eine Kapazität von 281 Wattstunden. Das ist seinem Preis angemessen. Vmax gibt eine maximale Reichweite von 20 bis 30 Kilometern an. Unter Idealbedingungen wie einem leichten Fahrer, warmen Wetter, geradem Asphalt und so weiter, können diese Werte vielleicht erreicht werden. Wir gehen davon aus, dass unter realen Bedingungen ein etwa 80 Kilogramm schwerer Fahrer in der Stadt mit viel Stopp-&-Go 20 Kilometer weit kommt, bevor der Akku wieder ans Netz muss. Die Ladedauer ist mit vier Stunden angegeben. Wer sich für den VX5 GT entscheidet, bekommt einen 374-Wattstunden-Akku.
Viel mehr Informationen zum Thema Reichweite zeigen wir in unserer Bestenliste Top 10: E-Scooter mit größtem Akku im Reichweiten-Test.
Der Vmax VX5 ST kostet bei Amazon 449 Euro. Wer mit dem fast baugleichen VX5 GT einen etwas größeren Akku möchte, zahlt etwas mehr.
Der Vmax VX5 ST ist ein äußerst gelungener E-Scooter im Einstiegssegment. Mit seinem starken Motor, der robusten Verarbeitung, dem guten Klappmechanismus und den effizienten Bremsen bietet er trotz seines günstigen Preises von 500 Euro viele der positiven Eigenschaften des deutlich teureren Vmax VX2 ST (Testbericht). Die Verbesserungen beim hinteren Schutzblech und der Stabilität der Bedienelemente sind deutlich erkennbar. Trotz seiner kompakten Größe und der geschrumpften Reifengröße von 8,5 Zoll bietet er ein recht angenehmes Fahrgefühl, wobei er bei Unebenheiten etwas zurückstecken muss.
Dennoch hat der VX5 ST einige Mängel. Insbesondere das spiegelnde Display stört bei Sonne und die fehlende Federung haben wir vermisst. Zudem könnte das Trittbrett für manche Fahrer zu klein ausfallen. Trotz einer reduzierten Motorleistung im Vergleich zum VX2 ST zeigt der VX5 ST eine beachtliche Beschleunigungsleistung. Die maximale Reichweite dürfte im städtischen Stopp-&-Go-Verkehr bei rund 20 Kilometern liegen. Insgesamt bietet der Vmax VX5 ST ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und ist eine empfehlenswerte Option für Einsteiger.
Der A-To Ultron Air ist ein sehr günstiger E-Scooter mit Straßenzulassung und Luftreifen. Im Test zeigt er trotz Schwächen, dass er alltagstauglich ist.
Der A-To Ultron Air ist ein sehr günstiger E-Scooter mit Straßenzulassung und Luftreifen. Im Test zeigt er trotz Schwächen, dass er alltagstauglich ist.
Mit einem Preis von etwa 500 Euro gehört der A-To Ultron Air zu den günstigeren E-Scootern mit Allgemeiner Betriebserlaubnis (ABE) am Markt. Der preiswerte E-Roller bietet sogar Luftreifen, was nicht selbstverständlich ist für den Preis.
Andere von uns getestete Modelle in dieser Preisklasse sind der Soflow S02 Zero (Testbericht) für 320 Euro und der Leqismart A11 (Testbericht) für 329 Euro bei Amazon. Der Kugoo Kirin S1 Pro (Testbericht) ist mit 209 Euro bei Geekmaxi sogar noch preiswerter, hat dafür aber keine Straßenzulassung (ABE).
Wie von anderen E-Scootern gewohnt, gestaltet sich der Aufbau des A-To Ultron Air einfach. Vier Schrauben für den Lenker und zwei Schrauben für die Versicherungsplakette müssen gesetzt werden. Dann noch den Reifendruck prüfen, eventuell Luft nachfüllen, den Akku laden und schon kann es losgehen. Wir empfehlen grundsätzlich immer das Tragen eines Helms. Eine Auswahl an empfehlenswerten Modellen zeigt unsere Bestenliste: Top 5: Die besten smarten Fahrradhelme mit Blinker, Bluetooth & Musik im Test.
Optisch hinterlässt der A-To Ultron Air einen eher unauffälligen Eindruck. Er ist überwiegend in Schwarz gehalten, einzig das große weiße A-To-Logo zwischen Lenkstange und Trittbrett sowie der Schriftzug „Where next?“ auf der Lenkstange setzen Akzente. Elemente des Logos finden sich auch an den Griffen und auf dem Gummi des Trittbretts wieder. Insgesamt wirkt der E-Scooter recht filigran. Positiv: Die Lenkstange wackelt kaum. Nicht ganz optimal ist die Befestigung des hinteren Schutzblechs, das etwas instabil wirkt.
Der Klappmechanismus verfügt über eine ungewöhnliche Sicherung. Statt des sonst üblichen Hebels muss hier ein Ring nach oben gezogen werden. Das funktioniert ganz gut. Zusammengeklappt hakt die Lenkstange sicher am hinteren Schutzblech ein und lässt sich so bequem tragen.
Die Maße betragen aufgeklappt 110 × 43 × 115 cm und zusammengefaltet 110 × 43 × 48,5 cm. Vorder- und Hinterrad kommen mit 8,5-Zoll-Luftreifen. Mit einem Gewicht von 13,8 kg ist der A-To Ultron Air erfreulich leicht. Die maximale Zuladung liegt bei 100 kg.
Der Lenker fällt mit einer Breite von nur 43 cm recht schmal aus. Die Griffe sind gummiert, in den Bremsgriff auf der rechten Seite ist eine Klingel integriert. Der Gashebel sitzt rechts, der Hebel für die Motorbremse links.
In der Mitte prangt das kleine runde Display, das auch bei Sonneneinstrahlung noch gut ablesbar ist. Es zeigt die aktuelle Geschwindigkeit, die Akkukapazität in fünf Balken sowie den gewählten Fahrmodus an. Über den einzigen Knopf werden dank Mehrfachbelegung der E-Scooter ein- und ausgeschaltet, die Fahrmodi gewechselt und das Licht geregelt.
Beide Leuchten sind mit dem Stromkreislauf verbunden. Das Frontlicht im oberen Drittel der Lenkstange lässt sich im Abstrahlwinkel anpassen. Schade: Das Rücklicht leuchtet beim Bremsen nicht zusätzlich auf. Einen Blinker gibt es nicht, was in dieser Preisklasse aber auch nicht zu erwarten wäre.
Erfreulich ist die App-Unterstützung, die man bei so günstigen E-Scootern selten findet. Eine Registrierung ist nicht nötig. Allerdings ist der Mehrwert der App überschaubar. Sie zeigt die aktuelle Geschwindigkeit, die Akkukapazität in Prozent und ermöglicht Firmware-Updates – wobei es im Test keines gibt. Außerdem lässt sich eine Wegfahrsperre aktivieren, die die Motorbremse einschaltet. Vor Diebstahl schützt das aber nur bedingt, da der E-Scooter weiterhin weggetragen werden kann. Hier empfiehlt sich ein separates Schloss, siehe dazu unseren Artikel Diebstahlschutz für Fahrrad, E-Bike & E-Scooter.
Im Vorderrad arbeitet ein Elektromotor mit einer Nennleistung von 350 W und einer Maximalleistung von 500 W. Das maximale Drehmoment wird mit 20 Nm angegeben. Insgesamt ist der Motor eher schwach.
Auch die Bremsen – hinten eine Scheibenbremse, vorn die Motorbremse – sind nicht optimal. Bei einer Vollbremsung kommt der A-To Ultron Air langsamer zum Stehen als viele etwas höherpreisige Konkurrenten.
Das Trittbrett fällt recht schmal aus. Die Lenkung vermittelt ein etwas wackliges Fahrgefühl. Leider fehlt eine Federung, sodass Fahrten über Feldwege keinen großen Spaß machen. Immerhin spenden die 8,5-Zoll-Luftreifen etwas Komfort.
Der eingebaute Sanyo-Akku hat bei einer Spannung von 36 V eine Kapazität von 280 Wh. Laut Hersteller soll der A-To Ultron Air damit eine Reichweite von 25 km schaffen. Das gilt allerdings nur unter Idealbedingungen, also mit einem leichten Fahrer von unter 70 kg bei moderatem Tempo von etwa 15 km/h auf ebener Strecke ohne Gegenwind bei milden Temperaturen. In der Praxis mit einem 85 kg schweren Fahrer sind bei zügiger Fahrweise in der Stadt eher 15 km drin. Das Aufladen des Akkus dauert rund drei Stunden.
Der A-To Ultron Air kostet um die 500 Euro.
Weitere günstige Alternativen sind der Soflow S02 Zero (Testbericht) für 320 Euro und Leqismart A11 (Testbericht) für 329 Euro.
Der A-To Ultron Air ist ein preiswerter E-Scooter, der trotz einiger Schwächen insgesamt ein ordentliches Gesamtpaket abliefert. Zu seinen Pluspunkten zählen die ABE-Zulassung, das geringe Gewicht, die 8,5-Zoll-Luftreifen und die App-Unterstützung.
Abstriche muss man bei der Motorleistung, der geringen Reichweite, den Bremsen, dem schmalen Trittbrett und dem fehlenden Blinker machen. Auch das wackelige Fahrgefühl und das Fehlen einer Federung sind der niedrigen Preisklasse geschuldet. Insgesamt ist der A-To Ultron Air aber alltagstauglich und stellt für preisbewusste Einsteiger eine interessante Wahl dar.
Der Xiaomi 4 Pro ist das Spitzenmodell von Xiaomi. Er ist insgesamt größer, stabiler und hat einen stärkeren Motor. Was uns gefällt – und was nicht, zeigen wir im Test.
Der Xiaomi 4 Pro ist das Spitzenmodell von Xiaomi. Er ist insgesamt größer, stabiler und hat einen stärkeren Motor. Was uns gefällt – und was nicht, zeigen wir im Test.
Kaum ein anderer E-Scooter-Hersteller hat mehr Erfahrung mit elektrischen Tretrollern als Xiaomi. Schließlich produzieren die Chinesen bereits seit dem Jahr 2016 E-Scooter. Diese Erfahrung merkt man ihren Elektroscootern an. Nicht umsonst räumte der Xiaomi Mi Scooter Pro 2 (Testbericht) eine Spitzenbewertung ab. Auch der Xiaomi Mi 1S (Testbericht) kann sich sehen lassen.
Der Xiaomi Electric Scooter 4 Pro schickt sich nun an, den sehr guten Xiaomi Mi Pro 2 vom Xiaomi-Thron zu verdrängen. Denn der Neue bietet größere Reifen und dadurch ein besseres Fahrgefühl. Außerdem hat er einen stärkeren Motor und auch sonst verbesserte Xiaomi den E-Scooter an vielen kleineren Stellen.
Der Xiaomi 4 Pro kostete bei Mediamarkt auf 479 Euro.
Der Xiaomi 4 Pro kommt im dezenten, matten Grau, unterbrochen durch rote Farbakzente. Das sorge bereits beim Vorgänger für einen stylishen und eindeutig wiedererkennbaren Look. Auch die Kabelführung ist vorbildlich. Ein einziges rotes Kabel führt von der Bremse in die Lenkstange. Im unteren Bereich sind wieder ein paar Kabel zu sehen, die jedoch hervorragend ins Design integriert sind und nicht negativ auffallen. Insgesamt gefällt uns die Optik sehr gut. Der Xiaomi 4 Pro wirkt eher wie ein Business-Roller als ein Spielzeug für Nerds.
Auch bezüglich der Verarbeitung rollt der Xiaomi 4 Pro ganz vorn mit. Er hinterlässt sogar einen besseren Gesamteindruck als der Xiaomi Mi Scooter Pro 2 (Testbericht). Alles wirkt wie aus einem Guss, nichts wackelt, es gibt keine offensichtlichen Schwachstellen bei der Qualität.
Der Xiaomi Electric Scooter 4 Pro wiegt knapp 17 Kilogramm, der Mi Pro 2 wiegt mit gut 14 Kilogramm deutlich weniger. Der neue ist aber nicht nur schwerer, sondern auch größer. Er kommt nun auf die Maße 120 × 48 × 124 Zentimeter, statt 113 × 43 × 118 Zentimeter. Seine maximale Zuladung wächst von 100 Kilogramm auf 120 Kilogramm. Das Trittbrett ist mit 49 × 15 Zentimetern gleichgeblieben, gehörte aber auch vorher schon zu den größeren. Vor allem der hohe Lenker und die hohe Zuladung macht ihn für größere Fahrer attraktiv. Laut Xiaomi ist der E-Scooter für Personen bis zu einer Körpergröße von zwei Metern geeignet. Eine IP54-Zertifizierung zeigt an, dass der E-Scooter gegen Spritzwasser geschützt ist.
Der Hebel zum Umlegen der Lenkstange wurde im Vergleich zum Vorgänger etwas verbessert. Er ist selbsterklärend, leichtgängig und sicher. Besser kann man das Scharnier kaum machen. Einmal umgelegt, rastet die Öse der Klingel in den Haken am hinteren Schutzblech ein. Das kennt man bereits vom Vorgänger. So kann man ihn an der Lenkstange hochheben und tragen.
Ein kleiner ausklappbarer Seitenständer lässt den E-Scooter zusammen- oder aufgeklappt stehen. Allerdings ist er deutlich zu klein geraten. Auf unebenem oder schiefen Untergrund besteht stets die Gefahr, dass der Xiaomi 4 Pro umfällt.
Der Lenker wirkt angenehm aufgeräumt. Mittig sitzt das schick integrierte OLED-Display, welches bei direkter Sonneneinstrahlung leider kaum noch ablesbar ist. Es zeigt neben der aktuellen Geschwindigkeit außerdem den Akkustand, den Status des Lichts und die gewählte Unterstützungsstufe an. Darunter sitzt der einzige Knopf. Dank Mehrfachbelegung schaltet er den E-Scooter ein und aus, regelt das Licht und die Unterstützungsstufe.
Auf der rechten Seite sitzt der Daumengriff für die Steuerung des Motors. Über ihn lässt sich die Geschwindigkeit fein regulieren. Allerdings geht er gerade für längere Fahrten etwas zu straff. Das kann zu Schmerzen im Daumen führen. Auf der linken Seite sitzt neben der Klingel der Bremsgriff.
Das Frontlicht sitzt weit oben nach vorn gerichtet an Lenker. Es ist in seiner Höhe fix und kann entsprechend nicht variiert werden. Allerdings ist die Höhe gut voreingestellt. Auch seine Helligkeit ist hervorragend für Fahrten im Dunklen geeignet. Das Frontlicht schaltet sich zusammen mit dem Rücklicht ein und aus. Leider leuchtet das Rücklicht beim Bremsen nicht auf.
Vor der ersten Fahrt muss der Roller über die Xiaomi-Home-App und einen QR-Code am Roller entsperrt werden. Dafür verlangt die App zunächst eine Registrierung per E-Mail oder Telefonnummer. Nach einem Software-Update und einem Anleitungsvideo kann es dann losgehen. Kurios: Nach der Registrierung soll der Nutzer dem E-Scooter einen Raum zuweisen.
Die App zeigt die Restreichweite in Kilometern. Außerdem kann mit ihr der Motor gesperrt werden und es gibt eine Option, den Grad an Energierückgewinnung von Niedrig über Mittel auf Hoch zu stellen. Im Modus Hoch bremst der Xiaomi 4 Pro selbstständig bis zum kompletten Halt, wenn der Fahrer den Daumen vom Griff nimmt.
Schon das Fahren mit dem Xiaomi Pro 2 ist komfortabel. Doch der Mi 4 Pro schlägt das gute Fahrgefühl seines Vorgängers locker. Das liegt an der vergleichbar hohen Verarbeitungsqualität bei gleichzeitig von 8,5 auf 10 Zoll gewachsenen Luftreifen. Die größeren Luftreifen schlucken Unebenheiten besser als ihren kleineren Vertreter. Diese neuen Reifen haben keinen Schlauch und sollen deswegen dank einer Beschichtung widerstandsfähiger gegenüber Schäden sein.
Trotz der größeren Reifen eignet sich der Xiaomi 4 Pro hauptsächlich für das urbane Umfeld. Denn eine Federung fehlt ihm komplett. Mal über Kopfsteinpflaster oder einen Feldweg heizen geht – allerdings rüttelt es den Fahrer ordentlich durch. Wer Offroad fahren will, sollte zu gut gefederten Modellen wie den Gomate Steap ER1 Evo (Testbericht) oder den IO Hawk Legend (Testbericht) greifen.
Der Xiaomi 4 Pro bietet – wie gesetzlich vorgeschrieben – zwei Bremssysteme: Eine mechanische Scheibenbremse am Hinterrad und die elektrische Motorbremse am Vorderrad. Jedoch kann der Fahrer sie über den Bremshebel nicht getrennt, sondern nur gleichzeitig ansprechen. Um fein dosiert zu bremsen, braucht es etwas Übung. Das System eignet sich jedoch gut, um mit einer Vollbremsung flott zum Stehen zu kommen.
Wir kommen aus voller Fahrt auf trockenem Asphalt auf etwa 2,5 Meter. Übrigens besitzt die Motorbremse am Vorderrad ein Antiblockiersystem. Auch eine Vollbremsung auf feuchtem Laub bringt den E-Scooter nicht ins Schlingern. Wir empfehlen beim Fahren dennoch dringend einen Helm. Mehr dazu in unserem Ratgeber Blinker, Notruf & Musik: Deswegen lohnt sich ein smarter Fahrradhelm.
Der Motor bietet bei 36 Volt eine Nennleistung von 350 Watt (700 Watt Spitze), beim Vorgänger sind es 300 Watt (600 Watt Spitze). Tatsächlich gehört der Xiaomi 4 Pro damit zu den stärkeren E-Scootern. Noch dazu ist der Antrieb flüsterleise. Mit den Motoren von teuren Premium-Modellen wie dem Egret X (Testbericht) kann er nicht mithalten. Allerdings reicht die Power, um auch schwerere Fahrer flott moderate Steigungen hinaufzubefördern. Fahrer müssen jedoch auf Schotter und unebenem Untergrund aufpassen. Denn der Motor sitzt vorn, weshalb das Vorderrad beim Beschleunigen Traktion verlieren kann.
Der E-Scooter fährt laut Display und per GPS nachgemessen ziemlich genau 20 Kilometer pro Stunde, bevor er abregelt. Immerhin mehr als der Mi Pro 2, der nur 19 Kilometer pro Stunde fährt. Trotzdem hätte Xiaomi gerne den rechtlichen Rahmen ausnutzen und seinen Elektroroller 22 Kilometer pro Stunde fahren lassen dürfen.
Die Akkukapazität ist gegenüber dem Xiaomi Mi Pro 2 leicht von 474 auf 446 Wattstunden gefallen. Trotzdem schreibt Xiaomi, dass die Reichweite von 45 auf 55 Kilometer steigt. Xiaomi gibt als Grund Software-Optimierungen an. Aber auch die größeren Reifen könnten hier eine Rolle spielen.
Eine Einschätzung der tatsächlichen Reichweite ist schwierig. Hier spielen viele individuelle Faktoren wir Fahrergewicht, Außentemperatur, zurückgelegte Höhenmeter, Untergrund, Beschleunigung, Durchschnittsgeschwindigkeit und vieles mehr eine entscheidende Rolle. Wir gehen bei einem Fahrer mit 85 Kilogramm im Sportmodus und Fahrten in der Stadt von etwa 25 Kilometern echter Reichweite aus.
Der Ladeport sitzt dieses Mal nicht mehr auf Höhe des Trittbretts, sondern an der Verbindungsstrebe zwischen der Lenkstange und dem Trittbrett. Dadurch ist er besser erreichbar. Außerdem kommt ein magnetischer Ladeport zum Einsatz, was den Ladevorgang etwas erleichtert.
Der Xiaomi 4 Pro kostete bei Mediamarkt auf 479 Euro.
Der Xiaomi 4 Pro ist einer der besten E-Scooter von Xiaomi. Er fährt sich dank seiner kompakten Bauweise, größerer Reifen, starkem Motor und guten Bremsen hervorragend und eignet sich dank des hohen Lenkers und des großen Trittbretts auch für große Fahrer. Dazu sieht er schick aus und kommt mit kleinen, aber feinen Verbesserungen wie einem neuen Klappscharnier und einem magnetischen Ladestecker. Seine Reichweite ist jedoch eher durchschnittlich.
Wegen der fehlenden Federung eignet er sich vorwiegend für Asphalt. Wer über Kopfsteinpflaster fährt, wird ordentlich durchgeschüttelt. Das Display spiegelt und kann in heller Umgebung nur schwer abgelesen werden. Der Daumengriff geht für unser Empfinden etwas zu straff und das Rücklicht leuchtet beim Bremsen nicht auf.
Der Xiaomi Electric Scooter 4 kommt mit Blinker, großen 10-Zoll-Luftreifen und einer deutlich verbesserten Ergonomie. Wir haben den E-Scooter getestet.
Der Xiaomi Electric Scooter 4 kommt mit Blinker, großen 10-Zoll-Luftreifen und einer deutlich verbesserten Ergonomie. Wir haben den E-Scooter getestet.
Neben Ninebot (Themenseite) gehört Xiaomi zum beliebtesten Herstellern für E-Scooter. Bereits Mitte 2018 testeten wir mit dem Xiaomi M365 (Testbericht) einen der ersten in Deutschland erhältlichen E-Scooter. Zu der Zeit waren die elektrischen Tretroller hierzulande noch verboten, gefahren werden durften sie ausschließlich auf Privatgelände. Schon damals gefiel er uns – auch wegen seiner hohen Verarbeitungsqualität. Später testeten wir den Einstiegs-E-Scooter Xiaomi Mi 1S (Testbericht), den reichweitenstarken Xiaomi Mi Scooter Pro 2 (Testbericht) und den hervorragenden Xiaomi Mi 4 Pro (Testbericht), der sich auch in unserer Bestenliste ganz weit oben wiederfindet.
In diesem Testbericht schauen wir uns den etwa 319 Euro teuren Xiaomi Electric Scooter 4 genauer an.
Nach dem Auspacken schraubt der Käufer vier Schrauben ein, um die Lenkstange zu fixieren und schon kann es losgehen. Dabei hinterlässt der Xiaomi Electric Scooter 4 sofort einen wertigen und stabilen Eindruck. Die Lenkstange sitzt fest und das hintere Schutzblech hält den ein oder anderen Tritt aus. Eine Federung gibt es nicht. Die maximale Zuladung des gut 17 Kilogramm schweren E-Scooters beträgt 110 Kilogramm.
Der E-Scooter kommt mit einer IP55-Zertifizierung, die ihn vor Staub und Spritzwasser schützt. Regenfahrten sind damit zwar nach wie vor ungemütlich, aber zumindest sollte der Xiaomi Electric Scooter 4 keinen Schaden nehmen. Egal, ob Regen oder Sonnenschein: Wir empfehlen allen E-Scooter-Fahrern das Tragen eines Helms. Mehr dazu in unseren großen Ratgeber Den besten Fahrradhelm für E-Bike, MTB & Rennrad finden. Darf es auch smart sein? Dann hilft unsere Bestenliste Die besten smarten Fahrradhelme mit Blinker, Bluetooth & Musik im Test.
Optisch ist der Electric Scooter 4 klar der Xiaomi-Familie zuzuordnen. Er ist wie bei Xiaomi-E-Scootern üblich überwiegend mattem Schwarz, unterbrochen von roten Elementen. Dazu gehört das rote Bremskabel, welches oben in der Lenkstange verschwindet, um weiter unten wieder auszutreten und seinen Weg zum Trittbrett zu finden. Die Farbgebung, aber auch das saubere und schnörkellose Design, verleihen dem Xiaomi Electric Scooter 4 einen angenehmen Minimalismus.
Sein Klappmechanismus ist einfach und durchdacht. Der Sicherungshebel am unteren Ende der Lenkstange sitzt fest und löst sich nicht von selbst, kann aber problemlos mit nur einer Hand umgelegt werden. Umgeklappt rastet ein kleiner Ring am Lenker am Haken des hinteren Schutzblechs ein. So kann der Xiaomi Electric Scooter 4 an der Lenkstange hochgehoben werden. Seine Maße verringern sich dann von 114 × 53 × 118 Zentimeter auf 114 × 53 × 48 Zentimeter. Gefaltet passt er problemlos in die allermeisten Kofferräume.
Der angenehm breite Lenker wirkt aufgeräumt und bietet Platz etwa für eine Smartphone-Halterung (Bestenliste). Auf seiner rechten Seite sitzt der gut dosierbare Daumengriff für die Steuerung des Motors. Auf der linken Seite gibt es den Bremsgriff, eine Klingel und zwei Taster für den am äußeren Ende des Lenkers sitzenden Blinker. Dieser ist angenehm hell. Auch gut: Der Xiaomi Electric Scooter 4 signalisiert den Blinker auch akustisch, damit der Fahrer nicht vergisst, ihn nach dem Abbiegevorgang wieder auszuschalten.
Mittig des Lenkers sitzt das Display mit der Anzeige der aktuellen Geschwindigkeit, der Restkapazität des Akkus in fünf Balken und der Unterstützungsstufe. Es ist nicht besonders hell und spiegelt etwas. Dennoch kann man es auch bei Sonne in den meisten Fällen ablesen. Der einzige, mehrfach belegte Knopf schaltet den E-Scooter ein und aus, bestimmt die Unterstützungsstufe und regelt das Licht. Das vordere Licht sitzt kaum sichtbar direkt in der Lenkstange. Es ist in seinem Abstrahlwinkel fix, ist aber so eingestellt, dass es entgegenkommenden Verkehr nicht blendet. Seine Helligkeit reicht aus, um gut gesehen zu werden. Um selbst den Weg bei Dunkelheit perfekt auszuleuchten, müsste es jedoch heller sein. Das hintere Licht oberhalb des Platzes für das Versicherungskennzeichen schaltet sich mit dem Frontlicht ein und aus. Es leuchtet beim Bremsen nicht auf.
Der Xiaomi Elektroscooter 4 hat eine App, die zusätzliche Auskunft etwa über den Zustand des Akkus bietet. Dort bestimmt der Fahrer unter anderem die Stärke der Energierückgewinnung, aktiviert eine Motorbremse oder spielt Firmware-Updates auf.
Der Motor des Xiaomi Elektroscooter 4 hat eine Nennleistung von 300 Watt und eine Spitzenleistung von 600 Watt. Wie diese Zahl bereits vermuten lässt, bestätigt der Test, dass der Motor nicht zu den stärksten gehört. Der E-Scooter transportiert uns zwar ohne zu mucken unseren Testhügel nach oben. Andere E-Scooter wie der Joyor Y8-S (Testbericht) oder der Ninebot by Segway Max G2D (Testbericht) schaffen das aber deutlich schneller. Uns stört zudem, dass der Motor im Vorderrad sitzt. Auf Schotter dreht das Rad beim Beschleunigen gerne mal durch. Auch ist die Kraftübertragung bei Heckmotoren besser.
Das Display des Xiaomi Electric Scooter 4 zeigt maximal 20 Kilometer pro Stunde an – schneller unterstützt der Motor nicht. Per GPS nachgemessen, ist die reale Geschwindigkeit aber selten mehr als 19 Kilometer pro Stunde. Das ist schade, schließlich erlaubt der Gesetzgeber eine Toleranz von 20 Kilometer pro Stunde plus 10 Prozent.
Der Bremshebel aktiviert gleichzeitig die mechanische Scheibenbremse am Hinterrad und die elektrische Motorbremse am Vorderrad. In Kombination bringt uns die Bremse aus voller Fahrt angemessen schnell zum Stehen. Aber auch hier gibt es E-Scooter, die besser bremsen. Zumindest blockiert das Vorderrad ach bei einer Vollbremsung auf Schotter nicht, was die Sturzgefahr minimiert.
Der Xiaomi Elektroscooter 4 hat keine Federung. Trotzdem ist es mit ihm möglich, zumindest kurzzeitig einen Feldweg mit voller Geschwindigkeit entlangzurasen. Denn die 10 Zoll großen, schlauchlosen Luftreifen fangen kleinere Unebenheiten ab. Wer längere Zeit auf Feldwegen fahren will, sollte jedoch zu einem E-Scooter mit guter Federung greifen.
Einer der großen Pluspunkte am Xiaomi Electric Scooter 4 ist sein hervorragendes Fahrverhalten. Nur wenige E-Scooter fühlen sich derart direkt und sicher an. Wir liegen gut in der Kurve und auch schnelle Manöver sind kein Problem. Wir haben beim Fahren zu jeder Zeit das Gefühl der vollen Kontrolle.
Der Akku ist mit 275 Wattstunden verhältnismäßig klein. Xiaomi selbst spricht von einer maximalen Reichweite von 35 Kilometern. Wie so häufig ist dieser Wert unter unrealistischen Idealbedingungen gemessen. Die tatsächliche Reichweite ist von vielen Faktoren abhängig. Wir gehen bei einem Fahrergewicht von 75 Kilogramm, gutem Wetter, wenigen Steigungen, einer moderaten Geschwindigkeit und urbaner Nutzung von etwa 25 Kilometer Reichweite aus. Alles zum Thema Reichweite und die reichweitenstärksten E-Scooter zeigen wir in unserer Bestenliste Top 10 der E-Scooter mit dem größten Akku.
Der Xiaomi Electric Scooter 4 kostet 319 Euro.
Der Xiaomi Electric Scooter 4 ist ein guter E-Scooter. Wir schätzen vor allem die hohe Verarbeitungsqualität und das sehr gute Fahrverhalten. Auch der Blinker ist im Preisbereich von 500 Euro keine Selbstverständlichkeit. Er zeigt keine eklatanten Schwächen und erhält deswegen unsere Kaufempfehlung.
Allerdings gibt es Punkte, die andere E-Scooter auch im vergleichbaren Preisbereich besser machen. Dazu gehört der in unseren Augen zu schwache Motor, der nur bis 19 Kilometer pro Stunde unterstützt. Die Reifen sind super, aber eine zusätzliche Federung wäre noch besser. Die Kombibremse geht in Ordnung, könnte aber zuweilen noch beherzter zugreifen. Der Akku ist in unseren Augen zu klein. Wer mehr will, kann zu hochpreisigen Varianten wie dem Xiaomi Electric Scooter 4 Pro greifen.
Der Isinwheel E9 ist mit einem Preis von 350 Euro einer der günstigsten E-Scooter mit Straßenzulassung, den wir bisher im Test hatten. Trotzdem bietet er im Grunde alles, was man von einem ordentlichen E-Roller erwartet.
Der Isinwheel E9 ist mit einem Preis von 350 Euro einer der günstigsten E-Scooter mit Straßenzulassung, den wir bisher im Test hatten. Trotzdem bietet er im Grunde alles, was man von einem ordentlichen E-Roller erwartet.
Es sind erste wenige Wochen vergangen, seitdem wir den E9 Max (Testbericht) von Iscooterglobal bei uns in der Redaktion hatten. Der E-Scooter für 349 Euro überzeugt uns mit seinem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis, der hohen Zuladung und den guten Bremsen. Auch die Verarbeitung, die Größe des Akkus und die Ausstattung sind besser, als man es in Hinblick auf den günstigen Preis erwartet. Weniger gut gefällt uns der etwa schwache Motor, die Honeycomb-Reifen und die zu straffe Federung.
Nun haben wir den in weiten Teilen baugleichen, aber mit 289 Euro nochmal günstigeren E9 von Isinwheel im Test. Interessanterweise hat auch Iscooterglobal einen fast identischen E9 für 309 Euro im Sortiment. Beide nennen die hier getestete Variante „E9 aufgerüstet“. Wenn man auf Amazon schaut, wird deutlich, dass es sich bei der E9-Reihe um eine Whitelabel-Version handelt, die in gleichwertiger Ausführung einige weitere Händler verkaufen.
Auch der Xiaomi Mi 1S (Testbericht) ist mit 430 Euro recht günstig. Noch weniger kostet der Doc Green / Explorer ESA 1919 (Testbericht) für etwa 370 Euro. E-Scooter wie der Kugoo Kirin S1 Pro (Testbericht) sind zwar mit etwa 240 Euro noch einmal deutlich preiswerter, bieten aber häufig keine Straßenzulassung.
Wie bei den allermeisten E-Scootern ist auch hier der Aufbau kinderleicht. Auspacken, Lenker in die Lenkstange stecken, vier Schrauben festziehen – fertig. Das Ganze dauert keine fünf Minuten. Sehr schön: Isinwheel legt dem E9 eine Tasche zur Montage unter dem Lenker bei. In der Tasche liegen das Netzteil und die Anleitung. Wir empfehlen für die Fahrt einen Helm. Mehr dazu in unseren Ratgeber Blinker, Notruf & Musik: Deswegen lohnt sich ein smarter Fahrradhelm.
Die Lenkstange wackelt beim Fahren ähnlich wie die Lenkstange des Iscooterglobal E9 Max (Testbericht). Allerdings ist das hintere Schutzblech stabiler, da Isinwheel zwei zusätzliche Streben einbaut. Mit vollem Gewicht sollte man es dennoch nicht belasten.
Der Lenker ist recht schmal und tief. Hoch gewachsenen Fahrern könnte der E9 zu klein sein. Unser Testfahrer misst 186 Zentimeter, was bezüglich der E-Scooter-Ergonomie gerade noch in Ordnung ist. Laut Datenblatt verträgt er eine maximale Zuladung von 107 Kilogramm und ist dabei dennoch mit einem Eigengewicht von nur gut 13 Kilogramm angenehm leicht.
Ausgeklappt hat der Isinwheel die Maße 117 cm × 43 cm × 110 cm (l × b × h). Zusammengeklappt reduzieren sie sich auf 117 cm × 43 cm × 50 cm. Der einfache Klappmechanismus wirkt stabil und durchdacht. Der Haken am Lenker rastet am hinteren Schutzblech ein. So kann der E-Scooter zusammengeklappt an der Lenkstange hochgehoben werden.
Am schmalen Lenker mit seinen bequemen und recht dicken Griffen befindet sich mittig das selbstleuchtende, allerdings bei direkter Sonneneinstrahlung nur schwer abzulesende Display mit dem einzigen Knopf. Dieser funktioniert zuverlässig, hat jedoch einen recht schwammigen Druckpunkt. Über ihn schaltet der Fahrer den E9 ein und aus, bestimmt die Unterstützungsstufe und regelt das Frontlicht.
Das Frontlicht sitzt über dem Sicherungshebel. Es ist ausreichend hell und in seinem Abstrahlwinkel variabel. Das Hecklicht liegt am Stromkreislauf des E9 an und strahlt dauerhaft. Es leuchtet beim Bremsen nicht zusätzlich auf. Sinnvolle Zusatzfunktionen wie einen Blinker hat der E9 nicht. Diesen kann man jedoch für wenige Euro nachrüsten. Mehr dazu in unserem Ratgeber Blinker, Federung, GPS & Schloss: Das wichtigste Zubehör für den E-Scooter.
Auf der rechten Seite des Lenkers sitzt neben dem Haken für den Klappmechanismus der breite und leichtgängige Daumengriff zum Beschleunigen. Links befindet sich schick im Bremsgriff integriert eine Klingel. Auch an einen eigenen Daumengriff für die Motorbremse hat Isinwheel gedacht. Der klassische Bremsgriff aktiviert die mechanische Scheibenbremse und gleichzeitig die Motorbremse. Insgesamt bremst der E9 gut und ausreichend schnell. Der Daumengriff erlaubt einen fein dosierten Einsatz der Motorbremse.
Zunächst die Ernüchterung: Die App Isinwheel verweigert die Kopplung mit dem E9. Allerdings klappt es mit der vom E9 Max bekannten App MiniRobot. Völlig ohne eine Registrierung kann der Fahrer hier unter anderem einen Zero-Start und eine Wegfahrsperre einschalten. Diese aktiviert dauerhaft die Motorbremse. Beim Bewegen der Räder ertönt zusätzlich ein Warnsignal, welches potenzielle Diebe in die Flucht schlagen soll. Ein wirksamer Diebstahlschutz ist das allerdings nicht. Schließlich kann man den E9 nach wie vor einfach wegtragen.
Die Vollgummireifen des E9 sind 8,5 Zoll groß und damit kleiner als die 10-Zoll-Honeycomb-Reifen des E9 Max. Das wirkt sich auch auf das Fahrverhalten aus. Trotz der ordentlichen Federung am Hinterrad gestaltet sich die Fahrt insgesamt etwas ruppiger als beim E9 Max. Wirklich Abhilfe würden hier nur Luftgummireifen bieten, die allerdings meist bei teureren E-Scootern zu finden sind.
Der Frontmotor des Isinwheel E9 hat eine Nennleistung von 350 Watt. Wir finden im Datenblatt weder eine Angabe zur Peak-Leistung noch zu den Newtonmetern. Insgesamt ist der Motor vergleichsweise schwach. Trotzdem beschleunigt er den Testfahrer mit einem Gewicht von 80 Kilogramm angemessen schnell auf die maximal erlaubte Geschwindigkeit von 20 km/h. Wer mehr wiegt, könnte vor allem bei Steigungen das Limit des Motors erreichen.
Der Akku hat eine Kapazität von 270 Wattstunden. Laut Isinwheel soll das für 30 Kilometer reichen. Die tatsächliche maximale Reichweite hängt unterdessen von vielen Faktoren wie dem Fahrergewicht, dem Untergrund, den zurückgelegten Höhenmetern, dem Fahrstil, der durchschnittlichen Geschwindigkeit und vielem mehr ab. Wir rechnen bei einem Fahrergewicht von 80 Kilogramm und einer urbanen Nutzung mit viel Stopp-&-Go mit knapp 20 Kilometern, bevor der E9 wieder ans Netzteil muss. Laut Isinwheel ist der E9 nach 4 bis 6 Stunden am Netz wieder voll.
Der Isinwheel E9 kostet 349 Euro .
Der Isinwheel E9 ist einer der günstigsten E-Scooter, die wir bisher im Test hatten. Dennoch liefert Isinwheel ein sehr brauchbares Gesamtpaket ab. So wirkt der E9 insgesamt gut verarbeitet, hat ein ordentliches Bremssystem, eine hohe Zuladung, ein helles Licht, eine App und einen Akku, der für Fahrten von etwa 20 Kilometern reichen sollte. Auch, dass Isinwheel eine Tasche für die Lenkstange beilegt, wissen wir zu schätzen.
Schwerere Fahrer könnten Probleme mit dem etwas schwachbrüstigen Motor bekommen. Auch die kleinen Vollgummireifen übertragen trotz Federung viele Unebenheiten an E-Scooter und Fahrer. Wer darüber hinwegsehen kann, erhält mit dem E9 dennoch einen E-Scooter mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Für einen Aufpreis gibt es den Iscooterglobal E9 Max (Testbericht), der im Detail einiges verbessert.
Ähnlich günstig ist der Xiaomi Mi 1S (Testbericht) für 430 Euro. Noch weniger zahlen Käufer für den Doc Green / Explorer ESA 1919 (Testbericht) für etwa 370 Euro. E-Scooter aus China wie der Kugoo Kirin S1 Pro (Testbericht) sind zwar mit etwa 240 Euro deutlich preiswerter, bieten aber häufig keine Straßenzulassung.
Wir testen den Joyor S5. Überrascht stellen wir fest, dass der Offroad-E-Scooter trotz einer Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE) für deutsche Straßen viel schneller fährt, als erlaubt. Mittlerweile ist das Problem gelöst.
Wir testen den Joyor S5. Überrascht stellen wir fest, dass der Offroad-E-Scooter trotz einer Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE) für deutsche Straßen viel schneller fährt, als erlaubt. Mittlerweile ist das Problem gelöst.
Als wir im Oktober 2023 den Joyor Y8-S (Testbericht) in der Redaktion hatten, waren wir von dem E-Scooter begeistert. Denn der mit 499 Euro (Geekmaxi) vergleichsweise günstige E-Scooter macht vieles besser, als so manch teurerer Vertreter. So kommt er mit einem irre großen Akku, der ihn auf Anhieb in unserer Bestenliste der E-Scooter mit den dicksten Akkus auf Rang 1 katapultiert. Dazu hat er eine Straßenzulassung, einen starken Motor, eine ordentliche Federung an beiden Reifen und kräftige Bremsen. Umso mehr freuen wir uns, Ende Januar 2024 den Offroad-E-Scooter Joyor S5 in der Redaktion zu haben und ihn auf Herz und Nieren zu testen. Der Test offenbart ein unerwartetes Detail. Die besten elektrischen Tretroller aus etwa 60 Tests zeigen wir in unserer Bestenliste E-Scooter.
Update 2. Februar 2024
Nach der Veröffentlichung unseres Tests meldete sich Joyor bei uns und versprach, ab sofort nur noch Versionen auszuliefern, die nicht mehr manipuliert werden können. Auch der Händler Geekmaxi versicherte uns, ausschließlich Modelle zu verschicken, bei denen die Geschwindigkeit nicht nach oben gesetzt werden kann.
Der Aufbau gelingt wie bei den meisten E-Scootern auch hier schnell und problemlos. Im Grunde genügt es, zwei Schrauben festzuziehen. Ungewöhnlich: Joyor legt dem S5 für den Fall einer Panne einen Ersatzschlauch bei. Vor der ersten Fahrt sollte man alle Schrauben und den Luftdruck prüfen, den E-Scooter einmal komplett aufladen und den Fahrradhelm (Bestenliste) nicht vergessen. Der dreipolige Ladeanschluss sitzt nach oben gerichtet auf dem Trittbrett. Vergisst man, die Schutzklappe zu schließen, läuft er bei Regen mit Wasser voll. Der Akku hat eine hohe Kapazität von 624 Wattstunden. Damit sind Reichweiten von 30 Kilometer und mehr möglich. Mehr zum Thema Akku in unserer Bestenliste E-Scooter mit dem größten Akku.
Das große und schicke Farbdisplay mit USB-Anschluss spiegelt bei Sonneneinstrahlung. Es sitzt mittig über dem höhenverstellbaren Lenker und zeigt unter anderem die gewählte Unterstützungsstufe, die Geschwindigkeit und die Restkapazität des Akkus und fünf Balken an. Der Daumengriff geht angenehm leichtgängig. Die drei Taster auf der linken Seite des Lenkers sind selbsterklärend. Das Frontlicht ist hell, sitzt aber etwas zu tief.
Der Klappmechanismus ist etwas schwergängig, aber zuverlässig. Leider kann der Joyor S5 im Gegensatz zu seinem großen Bruder Joyor Y8-S (Testbericht) die Lenker nicht anlegen. Zusammengeklappt kann der 22 Kilogramm schwere E-Scooter an der Lenkstange hochgehoben werden.
Der Joyor S5 hat sowohl am Vorderrad, als auch am Hinterrad je eine Federung, die uns bezüglich des Designs an den Trittbrett Fritz (Testbericht) erinnert. Allerdings ist die Federung etwas zu hart eingestellt. Wir haben keine Möglichkeit gefunden, das selbst anzupassen. Trotzdem fährt es sich vergleichsweise angenehm über Feldwege und Schotterstraßen. Dazu tragen auch die dicken 10-Zoll-Reifen bei, die selbst bereits einiges abfangen.
Das Trittbrett ist außergewöhnlich breit und nach hinten erhöht. Das hintere Schutzblech wirkt etwas wacklig. Am Vorderrad gibt es kein Schutzblech, lediglich einen Spritzschutz. Dieser hält Dreck jedoch nicht zuverlässig fern, sodass wir nach dem Fahren durch Matsch und Regen stets ein paar Schmutzspritzer auf unseren Schuhen finden.
Die zwei Scheibenbremsen sind in Ordnung. Allerdings schaltet sich hier stets sofort die Motorbremse am Hinterrad dazu. Diese scheint nur die Zustände Null und Eins zu kennen. So bremst der Joyor S5 stets zu stark ab, ein sanftes Bremsen ist nicht möglich. Oder doch? Löst man die Steckverbindung am entsprechenden Kabel hinter der Bremse, steuert sie die Motorbremse nicht mehr an. Wir würden jedoch trotzdem davon abraten, da so eventuell die Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) in Mitleidenschaft gezogen wird.
Der 500-Watt-Motor am Hinterrad zieht zunächst sehr behäbig an. Ein flottes Losfahren ist nicht möglich. Nach ein paar Metern entfaltet er jedoch sein volles Drehmoment und beschleunigt auch schwerere Fahrer bis zur maximal erlaubten Zuladung von 120 Kilogramm auf 20 Kilometer pro Stunde. Allerdings lässt sich diese Maximalgeschwindigkeit durch eine einfache Tastenkombination erhöhen. Das ist in Deutschland nicht erlaubt und ist sicherlich nicht durch die ABE abgedeckt. Wir raten dringend von diesem „Jailbreak“ ab.
Der Joyor S5 wurde uns von Geekmaxi zur Verfügung gestellt. Dort kostet er 499 Euro. Wer lieber auf Amazon kauft, zahlt 549 Euro.
Der Joyor S5 ist für seine Preisklasse ein empfehlenswerter E-Scooter. Die Optik überzeugt, die Federung nimmt Feldwegen den Schrecken und die Batterie ist groß. Der Motor legt zwar behäbig los, entfaltet dann aber nach ein paar Metern ordentlich Kraft. Die beiden mechanischen Scheibenbremsen sind im Grunde gut, sprechen aber stets auch die zu starke Motorbremse an.
Sein größter Konkurrent kommt aus dem eigenen Haus. Der Joyor Y8-S (Testbericht) ist nur unwesentlich teurer, dem S5 aber in einigen Punkten überlegen.
Wer unter 500 Euro für einen E-Scooter ausgeben will, der hat mittlerweile eine recht breite Auswahl guter E-Scooter. So kann er etwa bedenkenlos zum Segway Ninebot F2 greifen. Auch der Xiaomi Mi 1S (Testbericht) ist wirklich gut. Gerade sein Akku, der Motor, das Bremssystem und die hohe Verarbeitungsqualität sind in dieser Preiskategorie selten. Wer viel pendelt und auf schmale Klappmaße Wert legt, der sollte sich den Navee V50 (Testbericht) genauer anschauen. Aber auch der Leqismart A11 (Testbericht) und der E-Scooter E9 Max (Testbericht) sind für ihren günstigen Preis richtig gut.
Wer noch mehr Geld sparen will, der sollte sich etwa den Soflow S02 Zero (Testbericht) oder den Doc Green Explorer ESA 1919 (Testbericht) anschauen. Diese kosten häufiger um die 300 Euro.
Noch günstiger wird bei E-Scootern ohne ABE. Wer also den elektrischen Roller in Deutschland auf Privatgelände nutzt oder im Ausland unterwegs ist, der kann etwa zum WQ-W4 Pro greifen. Für nur 229 Euro (Banggood) trägt er 120 kg, hat einen 360 Wh-Akku, IP54-Wetterschutz und fährt 25 km/h.
Wer unabhängig vom Preis den besten E-Scooter will, dem empfehlen wir ein Blick in unsere Top 10: Die besten E-Scooter von Ninebot bis Xiaomi im Test. Echte Langläufer sammeln wir in unserer Bestenliste Top 10: E-Scooter mit dem größten Akku.
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